Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel „Wir schaffen das“: Infoabend zum Europäischen Bauernmarkt 2020 und 2021 in St. Julian

St. Julian wird den Europäischen Bauernmarkt in den Jahren 2020 und 2021 ausrichten.
St. Julian wird den Europäischen Bauernmarkt in den Jahren 2020 und 2021 ausrichten. Foto: Sayer

Während in Rammelsbach die letzten Vorbereitungen für den Europäischen Bauernmarkt getroffen wurden, beschäftigten sich am Dienstagabend die Bürger im rund 15 Kilometer entfernten St. Julian bereits mit der Zukunft: bei einer Einwohnerversammlung zur Planung der Märkte 2020 und 2021.

Das Interesse am Infoabend der Ortsgemeinde St. Julian war so gewaltig, dass noch zusätzliche Stühle im Gemeinschaftshaus aufgestellt werden mussten. Das Thema der Veranstaltung: der Europäische Bauernmarkt, der in den kommenden beiden Jahren in der Ortsgemeinde ausgetragen werden soll. 50.000 Besucher werden jeweils erwartet.

Große Aufgaben stehen bevor. Doch genau so groß ist auch der Tatendrang. Bereits im Vorfeld hatten Gemeinderat und Vereine ihre Bereitschaft signalisiert, bei der Vorbereitung und an den Markttagen mit anzupacken. Und auch die Bewohner der vier Ortsteile brachten sich am Dienstagabend mit Wissensdurst und guten Ideen ein. Ganz oben auf der Agenda aber stand zunächst mal Grundlegendes: Viele Fragen zum Wo und Wie waren zu klären.

Von der Grundschule zur Ölmühle

„Das Rad neu erfinden können wir nicht. Aber die Weichen müssen schon jetzt gestellt werden“, sagte Ortsbürgermeister Philipp Gruber. Da wolle sich St. Julian am Wissen und den Erfahrungen der bisherigen Ausrichter orientieren. Für jede weitere Hilfe bei der Vorbereitung sei die Gemeinde dankbar, Rammelsbach, Hefersweiler, Glanbrücken und Kappeln beispielsweise hätten diese bereits angeboten.

Als eine mögliche Teilstrecke ziehen die St. Julianer die Straße zwischen Grundschule/Kindergarten und der historischen Ölmühle in Betracht. Auf der etwa einen Kilometer langen, barrierefreien Strecke könnte ein großer Teil der etwa 150 Marktstände untergebracht werden. Neben Grundschule und Ölmühle biete auch das Dorfgemeinschaftshaus in Gumbsweiler sanitäre Einrichtungen. Die andere Seite des Glans, auf der ebenfalls Flächen für den Bauernmarkt vorhanden sind, könne von dort aus auch leicht erreicht werden. Die angrenzende Grünfläche zwischen Ortsausgang St. Julian und dem früheren Hachenbach biete reichlich Parkmöglichkeiten. All dies sei jedoch längst nicht in Stein gemeißelt, betonte der Ortsbürgermeister.

Arbeitsgruppen gebildet

Neben der Frage, wo genau der Markt genau stehen soll, gibt es noch etliche große und kleine Aspekte zu klären. Welche Deko und wohin? Was sind die Möglichkeiten für Unterhaltungsprogramme? Wie wird die Energieversorgung geregelt? Wie ist die Parksituation bei schlechtem Wetter zu bewältigen? Das sind nur wenige Seiten des wuchtigen Fragenkatalogs. Um diesen abzuarbeiten und für jede Eventualität vorbereitet zu sein, sollen in den nächsten Tagen und Wochen Arbeitsgruppen entstehen. Freiwillige Helfer fanden sich schon am Dienstagabend zusammen. Der Tenor: „Wir schaffen das!“

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