Rheinpfalz Viel Feinarbeit für 15 ”Endspiele”

KAISERSLAUTERN. Genau zwei Wochen nach dem 2:1-Sieg beim FC Ingolstadt hat Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern seine Weihnachtspause beendet. Rund 100 Zuschauer verfolgten gestern Nachmittag die erste Übungseinheit des Jahres. FCK-Trainer Kosta Runjaic begrüßte auch Neuzugang Chinedu Ede (26) zum Aufgalopp.

Der offensive Mittelfeldspieler, den der Zweitliga-Dritte bis zum Saisonende vom Bundesligisten FSV Mainz 05 ausleiht (DIE RHEINPFALZ informierte), wurde wie seine neuen Kollegen bei vorfrühlingshaften Temperaturen um die zehn Grad auf dem Betzenberg mit einem freundlichen Applaus begrüßt. Das erste öffentliche Training 2014 begann rund eine Stunde später als angekündigt: FCK-Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz und Trainer Runjaic hielten in der Kabine ihre Neujahrsansprachen.

FCK-Winterfahrplan

Testspiele:
- Sonntag, 12. Januar, 14 Uhr: SV Elversberg - FCK
- Mittwoch, 15. Januar, 18.30 Uhr: Chemnitzer FC - FCK
- Samstag, 18. Januar, 15.30 Uhr: FCK - Borussia Dortmund (bisher 22.000 Karten verkauft)

Trainingslager in Belek/Türkei (20. bis 30. Januar), Tests:
Do., 23. Januar, 15.30 Uhr: FCK - Austria Wien
Mo., 27. Januar, 15.30 Uhr: FCK - SC Paderborn

19. Zweitliga-Spieltag:
- Samstag, 8. Februar, 13 Uhr: FCK - Greuther Fürth

DFB-Pokal-Viertelfinale:
- Mi., 12. Februar, 19 Uhr: Bayer Leverkusen - FCK

Das übergeordnete Ziel des Jahres musste keinem Profi mehr nähergebracht werden, sie alle haben es längst verinnerlicht: In den ”15 Endspielen”, wie Runjaic die von 8. Februar bis 11. Mai anstehenden Zweitliga-Partien gestern erneut bezeichnete, soll aus dem derzeitigen dritten Rang möglichst zumindest Platz zwei werden. Das wäre gleichbedeutend mit dem angestrebten direkten Bundesliga-Aufstieg; Rang drei würde die erneute Relegation bedeuten - die 2013 unter Runjaics Vorgänger Franco Foda verloren wurde.

Neuzugang Ede, dessen Ausleihe mündlich vereinbart ist und sehr bald offiziell werden soll, will zu einer erfolgreichen Rest-Rückrunde beitragen. ”Er hat Mut, in Eins-gegen-eins-Situationen zu gehen, er ist schnell und flexibel einsetzbar”, sagt Trainer Runjaic. Vor allem den Mut, in Dribblings zu gehen und den direkten Weg zum Tor zu suchen, will der Fußball-Lehrer seiner Mannschaft in der Vorbereitung auf die Aufgaben im Liga-Endspurt eintrichtern. Gegen die oft tief stehenden Gegner sind Dribblings ein gerne verwendetes Mittel, um unangenehme Abwehrriegel zu knacken. Viel taktische Feinarbeit steht auf Runjaics Plan. Im ersten Trainingsspiel 2014 bekleidete Neuzugang Ede die linke offensive Außenbahn.

Ein oder zwei Verpflichtungen könnten bis zur Schließung des Winter-Transferfensters am 31. Januar noch folgen. Zumindest ”einen Spieler für die Defensive und einen für die Offensive” könnte sich Runjaic noch vorstellen: ”Ich habe keinen Wunschzettel bei Stefan Kuntz abgegeben. Neuzugänge sind kein Muss. Aber wenn es passt, können sie den Konkurrenzkampf fördern und die Qualität im Kader weiter steigern.”

Im Gegenzug sollen, wie berichtet, Stürmer Andrew Wooten, für den es Anfragen gibt, und Mittelfeldspieler Christopher Drazan den FCK vorerst verlassen, um sich auf Leihbasis Spielpraxis bei anderen Klubs zu holen. Offensivmann Mimoun Azaouagh hat der FCK schon im Sommer nahegelegt zu gehen. Mittelfeldspieler Ariel Borysiuk steht kurz vor einer Ausleihe an Wolga Nischni Nowgorod/Russland (wir informierten). Borysiuk fehlte gestern wegen einer leichten Knöchelblessur vorsichtshalber beim Trainingsstart des FCK. Torwart Tobias Sippel, Außenbahnspieler Marcel Gaus (zuletzt erkältet) absolvierten ebenso leichtes Lauftraining wie Nachwuchsmann Sascha Mockenhaupt, der sich nach einer schweren Knieverletzung wieder heranarbeitet. Etwas Sorgen bereiteten Runjaic gestern zwei seiner Innenverteidiger: Jan Simunek laboriert noch an einer Fußverletzung aus dem Ingolstadt-Spiel, und Kapitän Marc Torrejón musste das Training wegen seiner alten Probleme in der Wadenmuskulatur abbrechen. Runjaic meinte leicht besorgt: ”Das ging nicht gut los. Ganz wichtig an der Vorbereitung ist zunächst eines - dass sich keiner verletzt.”

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