Rheinpfalz Verein einfach vergessen

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LEMBERG/PIRMASENS. Beim Pfälzerwald-Verein Starkenbrunnen gibt es Ärger mit der Entsorgung der gelben Säcke. Mit dem Wechsel des Entsorgungsunternehmens wurde der Container, in dem der Verein seine Wertstoffsäcke wildsicher lagerte und der von der Firma Remondis dafür kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde, im Dezember abtransportiert. Die Firma B & S Containerdienst, seit Januar für die Entsorgung der gelben Säcke im Landkreis Südwestpfalz zuständig, bietet einen solchen Container-Service aber nur gegen Gebühr an. Der Verein wehrt sich dagegen und sieht sich im Recht. Inzwischen ist aber eine Lösung in Sicht.

„Wir sind der Meinung, dass diese Gebühr in den Kosten der Produkte enthalten sein muss“, sagt Gabriele Lang vom Vorstand des Vereins, der keinen zusätzlichen Betrag für die Müllentsorgung der PWV-Gaststätte aufbringen will. 120 Euro jährliche Miete würden für einen Container anfallen, das geht aus einem Angebot des Entsorgungsunternehmens hervor. „Warum müssen wir jetzt bezahlen, wenn das vorher inklusive war?“, will Lang wissen. Für den Pirmasenser Verein, dessen Gaststätte im Wald auf Lemberger Gemarkung liegt, sei ein Container von großer Bedeutung. Die Vielzahl an Säcken könne nur so gelagert werden. Lediglich ein festes Behältnis biete bis zur Abholung Schutz vor Wildverbiss. „Wenn wir die Säcke abends rausstellen, ist morgens der ganze Müll von den Tieren verteilt“, so Lang; eine solche Verschmutzung des Waldes könne nicht im Sinne der Bürger sein. Sie hat deshalb bei der Kreisverwaltung nachgefragt, eine zufriedenstellende Antwort sei aber ausgeblieben, ärgert sich Lang. Die Begründung der Verwaltung: Die Abholung der gelben Säcke falle nicht in deren Veranwortungsbereich, auch mit der Weitergabe der Adressen habe man nichts zu tun. „Wir haben Frau Lang an das zuständige Entsorgungsunternehmen verwiesen, da wir in die Organisation nicht eingebunden sind“, erklärt Ulla Eder, Presseresprecherin der Kreisverwaltung Südwestpfalz, auf Anfrage. Die Informationen über das neue Unternehmen seien in den Müllinformationen des Kreises – die der Verein laut Lang allerdings bis heute nicht an sein Pirmasenser Postfach erhalten hat – veröffentlicht. Es habe zwar einige Nachfragen bezüglich der abgeholten Container gegeben, größere Probleme seien den zuständigen Kollegen aber nicht bekannt, berichtet Eder. Damit gibt sich Lang nicht zufrieden. Auch wenn ihr bewusst sei, dass die Organisation der Müllabholung vom Dualen System Deutschland gesteuert wird und der Kreis deshalb nicht unmittelbar verantwortlich ist, so sieht sie die Verwaltung dennoch in der Pflicht. „Es kann doch nicht angehen, dass wir mit unserem Problem jetzt allein da stehen“, klagt sie. Geärgert hat sich Lang auch über das Entsorgungsunternehmen. Bis heute habe sie die angekündigten gelben Säcke nicht erhalten. Die würden Vereinsmitglieder nun übergangsweise von zuhause mitbringen. Peter Höflich, Geschäftsführer des seit Januar zuständigen Entsorgungsunternehmens B & S Containerdienst GmbH, weist eine Verantwortung für den Ärger zurück. Der Fall des Pfälzerwald-Vereins sei ihm bekannt. Seine Mitarbeiter hätten im Januar mit der Verteilung der Wertstoffsäcke begonnen, die Müllentsorgung laufe nun an. „Wir haben für die Bewohner eine kostenfreie Service-Nummer eingerichtet, an die sie sich wenden können“, erklärt er das Beschwerdemanagement des Unternehmens. Die sei in der Müll-Information des Kreises enthalten. Alle Anfragen würden nun abgearbeitet, die fehlenden Säcke in den nächsten Tagen nachgeliefert. „Wir und unsere Mitarbeiter sind motiviert, die Abfallentsorgung für Bürger so einfach wie möglich zu gestalten“, unterstreicht er. Die Kosten für die Bereitstellung eines Containers erklärt Höflich so: Sein Vertrag mit dem Dualen System schreibe als Müllbehältnisse lediglich die Wertstoffsäcke vor. Zusatzleistungen darüber hinaus seien nicht vorgesehen und somit für den Kunden kostenpflichtig. Dem widerspricht allerdings der Pressesprecher des Dualen System Deutschland, Norbert Völl. „Die Container sind sehr wohl Bestandteil des Vertrages“, sagte er auf Anfrage der RHEINPFALZ. Es sei lediglich vergessen worden, die Adresse des Vereins korrekt weiterzugeben. Der Container werde deshalb kostenlos nachgeliefert, versprach er.

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