Rheinpfalz Trotz Wasgau: Discounter bleibt ein Thema

Wird in Queidersbach am Ortseingang doch noch ein Lebensmittel-Discounter gebaut werden? Die Mehrheit des Gemeinderats sprach sich in der Sitzung am Mittwoch dafür aus, dass die vor gut sechs Jahren begonnenen Pläne, trotz des inzwischen fertiggestellten Wasgau-Marktes in der Ortsmitte, nicht völlig ad acta gelegt werden sollten.
. Der Punkt Bebauungsplanverfahren „Auf der Heide/Falkenstein“ wurde schon einmal vertagt, und auch am Mittwoch wollte Ortsbürgermeister Ralph Simbgen (CDU) das Thema schnell abhandeln, da es für ihn „eigentlich nicht mehr existiert“. Ursprünglich – vor rund sieben Jahren – wollte die Gemeinde am Ortseingang einen Supermarkt bauen lassen, doch durch die Insolvenz und den Abriss des Sickinger Hofes konnte dann der Wasgau-Markt in der Ortsmitte neu bauen. Der damalige Investor hat jedoch bis heute seine Ansprüche auf das Projekt nicht völlig aufgegeben. Um seinen Standpunkt zu untermauern, verlas Simbgen eine anwaltliche Stellungnahme, die empfiehlt, vor Ablauf von sieben Jahren nach Planfeststellungsbeschluss, also bis zum 10. Juni 2016, nichts mehr zu beschließen, um keine Schadensansprüche zu riskieren. Vor allem FWG und SPD sahen dies im Queidersbacher Gemeinderat jedoch anders: Es sei zwar gut, dass der Wasgau-Markt im Ortskern stehe, meinte Jürgen Schmitt (FWG), aber dennoch sollte man, in der damals festgelegten Größe, die Pläne für einen Discounter weiter verfolgen. Auch Dieter Straßer (CDU) sieht Kaufkraft für einen Discounter und sähe lieber einen Markt dort statt Brachland. Und die SPD verwies darauf, dass die Gemeinde damals alles getan habe, um dem Investor den Bau zu ermöglichen. Harald Vierling (CDU) warf ein, dass der Investor damals nicht in die Ortsmitte von Queidersbach wollte. Als dies dann doch möglich geworden sei; habe versucht, die Gemeinde „aufs Glatteis zu führen“. Schließlich nahm der Rat den Antrag von Albrecht Brewi (FWG) an, das Thema „Discounter“ in den Bauausschuss zu verweisen. (gzi)