Rheinpfalz Treue Gefährten, die gern oben stehen
Zwar sind sie im Volksmund eher als meckernde Tiere bekannt, doch wirken sie bei genauem Hinsehen recht putzig. Die Rede ist von Ziegen. Diese Tiere leben nicht nur in der Wildnis und auf dem Potzberg, sondern auch auf Bauernhöfen. Ich habe mich gefragt, wieso der Mensch Ziegen hält. Tierarzt Alexander Schneiders hat es mir erklärt.
„Ziegen werden in Deutschland oft zur Milch- und Käseproduktion eingesetzt. Die Tiere geben sehr viel Milch – im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht sogar mehr als Kühe“, berichtet Schneiders. Oft gibt es Betriebe, die die Ziegen nicht nur halten, sondern auch eine eigene Käserei haben – wie beispielsweise in Albessen oder Erdesbach. Käse von Ziegen gibt es in zahlreichen Variationen. Manchmal sind Produkte aus Ziegenmilch auch für Allergiker geeignet, die keine Kuhmilch vertragen, verrät Schneiders. Darüber hinaus gibt es auch die eher weniger verbreitete Ziegenfleischproduktion. Keine Rolle spielt bei Ziegen die Wolle. Zwar gibt es die Angoraziege, deren Wolle vom Menschen genutzt wird, doch diese Ziege ist bei uns kaum verbreitet. Deutlich öfter kommt es hingegen vor, dass die Tiere vom Menschen zum Hobby gehalten werden. Alexander Schneiders weiß warum: „Ziegen sind sehr anhängliche Tiere und stark auf Personen bezogen.“ Wer sich die Vierbeiner als Streicheltier hält, der kann also mit einem treuen Gefährten rechnen. Dieser Gefährte braucht allerdings, wie jedes Tier, eine gewisse Pflege und gute Haltungsbedingungen, damit er nicht krank wird. Ziegen fressen beispielsweise Gras, Heu, Silage und Kraftfutter – je nachdem, wozu sie eingesetzt werden. Im Stall ist es für Ziegen toll, wenn er in mehrere Etagen aufgeteilt ist, denn der Tierarzt weiß: „Ziegen klettern sehr gerne und fühlen sich oben wohl.“ (laf) Nils’ Naturlexikon Was ist das für ein Tier? Wie funktioniert die Photosynthese? Liefern uns Bäume mehr als Brennholz und Möbel? Was frisst ein Eichhörnchen? Von wo kommen im Frühjahr die Störche? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Kinderreporter Nils Nager in seinem Naturlexikon mit der Hilfe von Fachleuten aus der Region.