Rheinpfalz „Renovierter Schrott“

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Kein totes Pferd reiten, aber auch nicht aufgeben will der Ortsgemeinderat Lug, eine neue Gemeindehalle zu bauen – obgleich er nach drei abgelehnten Zuschussanträgen die Renovierung der alten Halle für realistischer hält. Das Gremium einen Plan mit drei Punkten erstellt und die Entscheidung vertagt.

Ortschef Hermann Rippberger sagte, dass er bislang klar für den Neubau einer Halle gewesen sei und gegen ein Flickwerk am Bestand. Aufgrund der abgelehnten Zuschussanträge schwinde jedoch seine Hoffnung. Bei realistischer Beurteilung der Lage müsse sich die Gemeinde eher auf eine Renovierung der Halle einstellen. Die alte Halle sei 1953 gebaut, 1973 renoviert worden. Die Gemeinde rechne bei einer erneuten Renovierung mit Kosten von 560.000 Euro. Auch dafür seien Zuschüsse nötig. Allerdings ließe sich das Vorhaben zeitlich staffeln. Da die Gemeinde bei der Kreisverwaltung Südwestpfalz jedoch „nicht den Eindruck erwecken will, dass wir aufgeben“, werde die Kommune im Oktober ein viertes Mal einen Zuschussantrag stellen. Eine kleine Chance gebe es ja noch in Berlin, sagte Rippberger. Nach den Ausführungen des Ortschefs entfaltete sich eine lebhafte Diskussion. Obgleich der Gemeinderat einen Neubau wünscht, war die Rede von „Träumerei“ und dem „Totreiten eines Pferds“. Eine mögliche Sanierung wurde als „Flickwerk“ und „renovierter Schrott“ bezeichnet. Nach dem Disput einigte sich das Ortsgremium auf drei Punkte: den laufenden Antrag in Berlin abzuwarten, Mitte Oktober den vierten Antrag auf einen Zuschuss aus dem Investitionsstock zu stellen und sich zugleich ein Konzept für die mögliche Renovierung zu überlegen.

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