Rheinpfalz Reise durch den Wasgau

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Als vor zwei Jahren das erste Magazin „Abenteuer Sauertal“ erschien, war kaum zu erwarten, dass dieses Projekt so eine Erfolgsgeschichte wird. Am Montag stellten die Ortsbürgermeister der Sauertalgemeinden die dritte Ausgabe des Magazins vor. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Wilden Wald im Südwesten.

Eigentlich war gar nicht unbedingt geplant, dass der ersten Ausgabe von „Abenteuer Sauertal“ weitere folgen würden, wie Bürgermeisterin Sabrina Müller aus Schönau am Montag im Saal des Gienanth-Hauses in Schönau erläuterte. Doch das Redaktionsteam um Peter Wuttke entdeckte immer wieder neue Themen und Geschichten aus dem Sauertal, und der Mitarbeiterkreis erweiterte sich. Die vierte Ausgabe liegt thematisch bereits fest, und es wird schon kräftig daran gearbeitet. Ideen für noch eine weitere Ausgabe sind auch schon vorhanden. Mit dem Sauertal-Magazin wollen die Gemeinden und das Redaktionsteam sowohl über Natur und Geschichte der Region als auch über das kulturelle Leben vor Ort informieren. Die Landschaft direkt an der Grenze zu Frankreich bildet den Übergang zum Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Für Michael R. Schreiber, Bürgermeister von Fischbach, ist der Wald zentrales Thema der aktuellen Ausgabe. Experte Werner Schwab berichtet darin über den Aufbau des Waldes, Gerhard Ecker über die Eichenvermarktung im Wasgau. Für Sebald Liesenfeld, Bürgermeister von Ludwigswinkel, standen die alten Höfe, die Wanderwege und der seit Jahrzehnten erstmals wieder rauchende Kohlenmeiler in Ludwigswinkel im Mittelpunkt, außerdem die Rettung des Wanderheims „Hohe List“ durch die Gründung eines neuen Vereins, der jetzt bereits 210 Mitglieder hat. Er wies auf das zehnjährige Bestehen der deutsch-französischen Kunst- und Kulturinitiative „Wengels’ Art“ in Wengelsbach hin sowie auf den Artikel über das 25-jährige Bestehen des Gasthauses „Zum Landgrafen“ in Ludwigswinkel. Sabrina Müller erinnerte an das früher in ihrem Heimatort gebraute Schönauer Bier. Anfangs seien jährlich 25.000 Liter Bier gebraut worden, die im August bereits restlos gezapft waren. Durch den später in den Sandstein gehauenen Bierkeller konnten 30.000 Liter Bier gebraut und eingelagert werden. Lange Jahre stand der Bierkeller leer, mittlerweile ist wieder Leben eingekehrt, denn seit 2016 drechselt dort Roman Dörholt handgefertigte Unikate. In nächster Zeit ist eine Ausstellung geplant, in der Arbeiten von Dörholt und einer französischen Töpferin gezeigt werden. Im Namen ihrer verhinderten Kollegin Yvonne Darsch aus Hirschthal wies Sabrina Müller darauf hin, dass es im Ort wieder „klingelt“. Familie Klingel repariert Fahrräder, verkauft E-Bikes und plant im ehemaligen Dorfladen einen Hofladen. Darin will die Familie eigene Produkte wie Holzofenbrot, Ziegenmilch, Käse, Fleisch und Wurstwaren von Ziege und Schwein verkaufen. Zuletzt berichtete Peter Wuttke über die Arbeit bei der Erstellung des Magazins. Er wies auf den Magazinteil „Kunst und Künstler im Wasgau“ hin. 19 Künstler – Maler, Keramik-, Glas- und Holzkünstler – aus dem Wasgau und den französischen Grenzgebieten werden vorgestellt. Erwin Würth hat 2500 Prospekte drucken lassen, die in den Gastunterkünften ausgelegt werden. Feriengäste können sich dann auf eine Kunstreise durch den Wasgau begeben. Im hinteren Teil des Magazins werden die Vermieter des Sauertals mit den von ihnen angebotenen Unterkünften und Zimmern vorgestellt. Durch diese Inserate finanziert sich das Magazin. Für Michael Schreiber ist „Abenteuer Sauertal“ eine zusätzliche Möglichkeit, die Region überregional zu vermarkten. Er dankte vor allem Peter Wuttke, denn „ohne Peter gäbe es keine Zeitung“.

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