Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Ramstein-Miesenbach: Schüler starten Petition für nach Russland abgeschobene Zhasmin

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„Zhasmin und ihre Geschwister sollen wieder zurück nach Deutschland“: Unter dieser Überschrift hat die Schülervertretung des Ramstein-Miesenbacher Reichswald-Gymnasiums eine Online-Petition für die Achtklässerin initiiert. Über 600 Unterstützer haben sich seit Freitag auf der Plattform „Open Petition“ eingetragen.

Die 14-Jährige und ihre beiden jüngeren Geschwister, ihre Mutter und die Großmutter wurden Ende September nach Russland abgeschoben. Ihre Mitschüler, Freunde und Unterstützer wollen sich damit aber nicht einfach abfinden (wir berichteten). Schon am Tag der Abschiebung gab es eine Schülerdemo in der Kreisverwaltung. Die Petition ist eine der folgenden Aktionen: „Wir erhoffen uns, dass dadurch aktiv nach einer Lösung im politischen Rahmen gesucht wird, die Zhasmin und ihre Geschwister nach Deutschland zurückbringt“, sagt Schülersprecher Erik Meier. Ziel sei es, dass sich der Petitionsausschuss des Landtages damit befasse.

Ein „Quorum“ von 12.000 notwendigen Unterstützern hat die Internet-Plattform vorgegeben, damit „Open Petition“ das Anliegen weiterträgt. Bis 31. Dezember läuft laut Verbindungslehrer Jochen Meier die Zeichnungsfrist, der darauf verweist, dass ein ähnlicher Fall in Duisburg von Erfolg gekrönt war.

In Russland versuchen Zhasmin und ihre Familie unterdessen, Fuß zu fassen, wie Eddy Vereecke berichtet. Der Vorsitzende des Rats der katholischen Pfarrei Ramstein kümmert sich mit Michael Strake seit Sommer um die Familie. Eine vorläufige Wohnung habe diese nunmehr für sich gefunden, die sie sich allerdings eigentlich gar nicht leisten könne. Der Vater folgt nun nach Angaben Vereeckes seiner Familie nach, reise freiwillig nach Russland aus. Jetzt stehe die Räumung der Wohnung an. Die persönlichen Dinge werden eingelagert.

Info

Die Petition ist zu finden über

openpetition.de/Zhasmin.

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