Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Porträt: Gerd Beschmann aus Altenkirchen macht zum 35. Mal das Sportabzeichen

Präsentiert stolz die Sammlung seiner Sportabzeichen: Gerd Beschmann.
Präsentiert stolz die Sammlung seiner Sportabzeichen: Gerd Beschmann. Foto: Sayer

Gerd Beschmann ist an Heiligabend 72 geworden. Sein Alter hält ihn aber nicht davon ab, Sport zu treiben. Zum 35. Mal hat er das goldene Sportabzeichen gemacht. Dafür braucht er keine besondere Motivation, Sport gehört für ihn einfach dazu.

Wer das Sportabzeichen erhalten will, muss in vier Kategorien jeweils eine Lieblingsdisziplin auswählen und feste Anforderungen erfüllen, heißt es auf der Website des Deutschen Olympischen Sportbundes. Es geht um Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination, die Disziplinen in diesen Kategorien sind beispielsweise Turnen, Radfahren, Schwimmen oder Kugelstoßen. „Ich habe aber alles einmal durchprobiert“, sagt Beschmann im Gespräch mit der RHEINPFALZ, eine Lieblingsdisziplin gibt es bei ihm nicht.

Gerd ist gebürtiger Altenkirchener und er wohnt auch heute noch dort, im selbst gebauten Haus mit seiner Ehefrau, die er 1971 geheiratet hat. Zusammen gehen sie oft wandern, wenn das die Gesundheit zulässt. „Ich habe zur Zeit Kniebeschwerden und einen Herzschrittmacher bekommen“, erklärt er. Seit dem 16. November häufen sich bei ihm gesundheitliche Probleme. Er nimmt das aber sehr gelassen. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr zufrieden bin“, sagt er, und man merkt ihm das auch an.

Reha-Aufenthalt geplant

Gerd Beschmann lässt sich von gesundheitlichen Problemen nicht aufhalten. Früher ist er häufig Rad gefahren, hat Fußball gespielt, er lief sogar den ein oder anderen Marathon. Heute lässt er es ruhiger angehen, nach einigen Krankenhausbesuchen plant er einen Reha-Aufenthalt. „Es geht eben nicht so wie früher“, meint er, ist dabei aber kein bisschen traurig.

Der 72-Jährige hat Elektriker gelernt und bei den Pfalzwerken gearbeitet, heute ist er natürlich Rentner, und genießt das in vollen Zügen. Seine Abende verbringt er gerne bei Stammtischen mit Freunden, fährt auch gemeinsam mit ihnen und seiner Frau am Wochenende mal weg. Den Silvesterabend hat er mit seinen Freunden verbracht.

Und obwohl er etwas langsamer machen muss: Ganz ohne Sport wird es wohl auch in Zukunft nicht abgehen.

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