Rheinpfalz Pionier des Offenen Kanals Vertreter im Bundesvorstand

Peter Münch, Geschäftsführer des Offenen Kanals Südwestpfalz, ist in Berlin in den Bundesvorstand des Bundesverbandes Bürgermedi
Peter Münch, Geschäftsführer des Offenen Kanals Südwestpfalz, ist in Berlin in den Bundesvorstand des Bundesverbandes Bürgermedien gewählt worden.

Der Hauensteiner Peter Münch (69) ist in Berlin in den Bundesvorstand des Bundesverbandes Bürgermedien gewählt worden – eine ehrenvolle Berufung, die auch die Bedeutung der Pionierarbeit des Offenen Kanals (OK) Südwestpfalz würdigt. Der neue Bundesverband war aus der Verschmelzung des Bundesverbandes Bürger- und Ausbildungsmedien mit dem Bundesverband Offene Kanäle hervorgegangen.

Der heutige Geschäftsführer des OK TV Südwestpfalz war schon vor der offiziellen Gründung dabei und hat sich in jetzt fast drei Jahrzehnten um dieses heute für viele Nutzer kaum noch wegzudenkenden Mediums große Verdienste erworben. Im nächsten Jahr wird der Offene Kanal Südwestpfalz 30 Jahre alt. Er gehört zu den ersten Einrichtungen der neuen Bürgermedien. Deutschlandweit gibt es über 40 zugangsoffene Studios und Ausbildungssender. Münch erinnert sich noch sehr gut an die ersten Schritte, die damals „mit Begeisterung“ für das neue Medium in der Südwestpfalz und in Zweibrücken unternommen wurden. Er sei spontan begeistert gewesen, als ihn der damalige leitende Fachreferent der Kreisverwaltung, Walter Danner, als einen der ersten mit ins Boot holte und eine engagierte Führungsmannschaft aufbaute, um das Fernsehen „von Bürgern für Bürger“ bei uns zu etablieren. Danner und Münch, der bis zu seiner Pensionierung in leitenden Funktionen der Verbandsgemeinde Hauenstein tätig war und auch stellvertretender Vorsitzender des OK war, bauten ein hervorragendes Netzwerk in der Region auf und etablierten den Offenen Kanal Rodalben als Vorzeige-Einrichtung. Als Danner andere Funktionen übernahm, war Münch von 2002 bis 2011 Vorsitzender des Offenen Kanals und ist seit Einführung der neuen Organisationsstruktur 2011 Geschäftsführer. Im Gebäude der Rodalber Verbandsgemeindeverwaltung wird ein hochmodernes Studio unterhalten, in dem die Mitarbeiter täglich auf Bürgersendung gehen. Bereits zwei Jahre nach der Gründung des OK Rodalben konnte das Bürgerfernsehen aus dem Sendezentrum Rodalben die langersehnte erste Livesendung ausstrahlen. Allerdings hatte der Offene Kanal noch einen nicht unerheblichen Nachteil: Er konnte damals nur über Kabel empfangen werden, was andererseits bewirkte, „dass manche Gemeinden sich sofort auch auf politischer Schiene bemühten, möglichst schnell ans Kabelnetz zu kommen“, wie Münch sich erinnert. In Hauenstein habe man damals am schnellsten geschaltet. Nach dem zweiten OK in Zweibrücken, der 1990 auf Sendung ging, starteten die Hauensteiner am 6. Dezember 1991 ihre erste Sendung mit einer Live-Übertragung aus dem neuen Studio in den Räumen des ehemaligen „Haus des Gastes“. 1992 ging das Studio in Dahn in Betrieb, „so dass der OK in unserer Region auch in der Vernetzung in der Fläche eine Vorzeigeeinrichtung in ganz Deutschland geworden war“, resümiert Münch. Er verweist auch auf die berufspädagogischen Möglichkeiten für junge Menschen in der Region, die beim Offenen Kanal seit Jahren in einem anerkannten Ausbildungssystem den Beruf des Mediengestalters erlernen können. „Wir haben schon vielen jungen Menschen die Möglichkeit geben können, im großen Mediengeschäft Karriere zu machen. “ Münch nennt zum Beispiel Markus Appelmann von Sat 1, Jochen Feser vom SWR und Julia Kratz von RTL, „die wir beim Offenen Kanal Südwestpfalz solide ausgebildet haben“.

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