Rheinpfalz Nur kaltes Wasser in den Duschen

Noch hat es nicht den Anschein, aber der Winter steht vor der Tür, und damit beginnt in der Herschberger Bürgerhalle/Mehrzweckhalle die Heizperiode. Eigentlich am 1. Oktober. Aber bisher funktioniert die Heizung nicht, was Vertreter des SV Herschberg ärgert. Die treiben in der Halle Sport, stehen danach aber unter kalten Duschen. Ihrem Unmut machten sie in der Ratssitzung am Dienstag Luft. Der Heizungsbauer sei dran, teilte Ortsbürgermeister Manfred Biedinger mit. Außerdem gilt es zu verhindern, dass nach der langen Zeit, in der nicht warm geduscht werden konnte, Legionellen ins Wasser geraten. Es habe sich gezeigt, dass es nicht reiche, einmal pro Woche Wasser laufen zu lassen, um dem Problem entgegenzuwirken. Bei der Wartung der Heizungsanlage seien weitere Probleme aufgetreten. Erst am Tag der Sitzung habe Biedinger beispielsweise erfahren, dass ein Mischer kaputt ist. Auch sei erst jetzt herausgekommen, dass die Lüftung, die eigentlich automatisch geregelt werden soll, nur manuell zu regeln ist. Geprüft wird noch, ob an der Steuerung größere Schäden vorhanden sind, durch die sich Probleme der Vergangenheit erklären lassen. In modernen Zeiten müsse es doch möglich sein, die Anlage so zu steuern, dass das ganze Jahr über warm geduscht werden könne, regten die Sportvereinvertreter eine Rücksprache mit Fachleuten an. Weitere Dinge, die ihm nicht gefallen, benannte Matthias Bossert, der bereits für den SV gesprochen hatte: Beispielsweise die Pflanzkübel auf dem Gehweg in der Hauptstraße, die das Parken verhindern. Die Gehwege seien privat ausgebaut, gehörten grundstückstechnisch den Anwohnern, da lasse sich kaum etwas machen, sagte Biedinger. Besonders gefährlich sei die Situation bei der früheren Molkerei. Auch dieses Gebäude gehöre einem privaten Besitzer, sagte Biedinger. Bei Gefahr in Verzug sei die Kreisverwaltung zuständig. Eben die sei dort gegeben, merkten weitere Bürger angesichts des Gebäudezustandes an. In Bildern hatte Bossert Punkte im Ort festgehalten, die nicht sehenswert seien. Das ärgerte Ratsmitglied Karl-Heinz Kiefer von der Initiative für Herschberg. „Bilder machen kann ich auch“, forderte er Bossert auf, selbst Hand anzulegen. Es gebe ja nun den Verein, der schon viele Problemstellen angegangen habe, „aber alles auf einmal können wir nicht machen“, entgegnete er Bosserts pauschale Kritik. Auch alte Werbeschilder und Plakate, die nicht entfernt würden, monierte Bossert. Biedinger sagte, er werde das Ordnungsamt einschalten. (add)