Rheinpfalz Nicht vergaloppieren
Hassloch. Zwei Renntage – am 21. Mai und am 15. Juni – stehen in diesem Jahr im Kalender des Pfälzischen Rennvereins Haßloch. Es ist nicht ausgeschlossen, dass künftig weitere Galopprennen auf der Waldrennbahn stattfinden werden.
könnte davon profitieren, dass Frankfurt am Main als Veranstaltungsort ausfällt. Das Kölner Direktorium für Vollblutzucht und Rennen hat bei den Verantwortlichen des Pfälzischen Rennvereins Haßloch wegen einer Aufstockung der Renntage auf der Waldrennbahn nachgefragt. Das hat Vizepräsident Oliver Jung auf RHEINPFALZ-Nachfrage bestätigt. Im Februar habe es diesbezüglich ein Gespräch mit Bürgermeister Lothar Lorch (CDU) gegeben, der auch Rennvereins-Präsident ist. Grund für die Anfrage aus Köln ist, dass es in Frankfurt künftig wohl keine Pferderennen mehr geben wird. Das dortige Hippodrom soll einem Leistungszentrum des Deutschen Fußballbunds weichen. Derzeit prägen Graffiti und eingeschlagene Scheiben das Bild des Areals im Stadtteil Niederrad, auf dem in den 1990er Jahren noch mehr als 20 Renntage im Jahr stattfanden. Die Hessenmetropole war eine der wichtigsten Anlaufstellen für Besitzertrainer und Amateurrennreiter aus dem Südwesten. Zudem lag die Bahn strategisch günstig auf der halben Strecke zwischen Baden-Baden und den Premiumbahnen des Westens. Haßloch könnte diese Lücke schließen. Die Verantwortlichen des Rennvereins, der sich auf Konsolidierungskurs befindet, haben nach eigenem Bekunden noch keine Zusage erteilt, man bleibe aber im Gespräch. Jung sagt: „Wir möchten eine Erhöhung der Renntage nicht ausschließen. Aber wir gehen kein finanzielles Risiko ein und bräuchten finanzielle Unterstützung des Dachverbands. Die Sponsorensuche für weitere Renntage würde sich schwierig gestalten.“ Die beiden feststehenden Renntage seien komplett durchfinanziert und von Sponsoren abgedeckt, unabhängig vom Wettumsatz. Saisoneröffnung ist am 21. Mai. Sechs Prüfungen für Englische Vollblüter sowie eine Konkurrenz für Reitpferde und Trakehner sind geplant. Auf den traditionellen Himmelfahrtstag haben die Verantwortlichen 2017 zugunsten Baden-Badens verzichtet. Dafür erhielt Haßloch den „Himmelfahrts-Zuschlag“ für 2018. Am 15. Juni (Fronleichnam) geht der zweite Renntag über die Bühne. Im Mittelpunkt steht dann die „Haßlocher Meile“, ein mit 6000 Euro dotierter Ausgleich der Kategorie III über die Mitteldistanz von 1600 Metern. Neben den sieben Vollblutprüfungen und einem Ponyrennen findet ein Lauf zum Junior-Cup Südwest statt. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir sind voll im Zeitplan“, gibt sich Jung zuversichtlich.