Rheinpfalz Kooperationen sollen Kräfte bündeln

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Die Synode des evangelischen Kirchenkreises Obere Nahe hat sich bei ihrer jüngsten Sitzung in Idar-Oberstein auch mit der eigenen Zukunft befasst. Nach Angaben von Superintendentin Jutta Walber gehen die Mitgliederzahlen in der Kirche weiter zurück. Gleichzeitig würden immer weniger Menschen erreicht, bedauerte die Theologin.

Zählte der Kirchenkreis Obere Nahe im vergangenen Jahr 48.361 Mitglieder, so sei diese Zahl im laufenden Jahr um 905 auf 47.456 Mitglieder gesunken. Auch die finanzielle Lage sei angespannt: Mehrere Gemeinden müssten bereits auf Rücklagen zurückgreifen, um ihre laufenden Ausgaben zu decken. Dabei besitzen einige nicht einmal mehr Rücklagen. „Und das in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Lage in Deutschland anhaltend gut und kein wesentlicher Einbruch des Kirchensteueraufkommens zu verzeichnen ist“, wie Walber illustrierte. Diese Diskrepanz führt die Superintendentin unter anderem auf „die Kleinteiligkeit der Strukturen und die Vielzahl an Gebäuden“ zurück, die den Gemeinden im Kirchenkreis nur wenig Spielraum ließen. Beides binde zu viele Ressourcen, sagte sie vor dem Kirchenparlament. Auch, dass die Kirche immer weniger Menschen erreiche, bereitet der Pfarrerin Sorgen. Den Blick zu weiten, statt sich mit Altbewährtem im Kreis zu drehen, sei dringend geboten. Dies bedeute auch, „über den Tellerrand der eigenen Gemeinde hinauszublicken und die eigenen Aktionsräume zu vergrößern“, forderte Walber. Die in der Vergangenheit praktizierte Fokussierung auf die Gemeinde gehe heute an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei. Im ländlichen Raum brechen laut Walber Ortsstrukturen bereits im Kleinkindalter auf – nicht nur, weil Kita und Schule im Nachbarort liegen. Um Kräfte zu bündeln und gesellschaftspolitische Themen anzugehen, seien Kooperationen wichtiger denn je, betonte Walber mit Blick auf politische Gemeinden, Verbände, Vereine und Initiativen. Aber auch mit den benachbarten Kirchenkreisen am Südrhein werde es nach zahlreichen personellen Veränderungen modifizierte Kooperationen geben, kündigte sie an. Walber: „Die Spielregeln des Miteinanders müssen neu gefunden und entwickelt werden.“

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