Rheinpfalz Klipp klapp statt Ahoi

Der Tourismusverband Pfälzer Mühlenland wird sein Logo ändern. Das beschloss der Sport-, Kultur- und Tourismusausschuss der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben am Mittwoch. Dieses Gremium hatte angeregt, dass das Logo modernisiert werden solle. Mit den Vorschlägen, die 2017 vorlagen, konnte es sich aber nicht anfreunden. Jetzt lagen noch einmal fünf Vorschläge vor, von denen einer, wenn er noch modifiziert wird, Zustimmung findet.
Die Beauftragte für Tourismus bei der Verbandsgemeinde, Lea Straßer, erklärte auf Nachfrage der Ausschussmitglieder, dass das Gremium berechtigt sei, das Logo zu ändern, auch wenn noch andere Gebietskörperschaften an der Tourismusgemeinschaft Pfälzer Mühlenland beteiligt sind. „Ich habe mir dafür schon das Okay geholt“, sagte sie. Der RHEINPFALZ die fünf Entwürfe zur Veröffentlichung zur Verfügung stellen wollte sie nicht. Wie schon bei der ersten Vorstellungsrunde gab es wieder einige Diskussionen zu den Vorschlägen, die von Stufe eins bis Stufe fünf eine immer stärkere Veränderung und Modernisierung des bisherigen Logos vorsahen. Straßer bekannte, dass ihr der Entwurf am besten gefalle, der auf die Ellipse verzichtet und den Schriftzug Pfälzer Mühlenland unter den Zeichen vorsieht, die für das Mühlenland stehen – zum Beispiel das Mühlrad. Diese Logoform sei an die Logos übergeordneter Verbände wie der Pfalz-Touristik angelehnt. Das bringe einen höheren Wiedererkennungswert. Dem wollte der Ausschuss nicht folgen und diskutierte kräftig. „Es ist doch alles Geschmackssache“, zeigte Ausschussmitglied Winfried Stein auf, dass noch lange diskutiert werden könne. Ihm gefalle der Vorschlag am besten, der eine sanfte Weiterentwicklung des bestehenden Logos sei, statt des bisher dominierenden Brauntones nun aber das neue Blau stärker in den Vordergrund stelle, für das sich die Tourismusvereinigung mal als neue Hausfarbe entschieden habe. Dieser Vorschlag sieht noch die Ellipse vor, die Symbole und Schrift vereinigt. Dem stimmten die Ausschussmitglieder zu. Der von Horst Höh geäußerten Kritik, dass die im Vorschlag verwendeten Großbuchstaben die Lesbarkeit erschweren, soll dadurch Rechnung getragen werden, dass Kleinbuchstaben (außer bei den Anfangsbuchstaben) verwendet werden. Auch das Mühlrad gefiel nicht. „Es ist das Mühlradsymbol, das von Anfang an im Logo verwendet wurde“, sagte Straßer. Aber auch nach ihrem Empfinden sei es zu maritim, und es erinnerte einige an ein Schiffssteuerrad. Deshalb soll auch das Mühlradsymbol noch verändert werden. Angelehnt an das Mühlrad im Maßweilerer Wappen mit Schaufeln am Rad. Abgeschlossen war die Diskussion damit noch nicht. Wenn man ehrlich sei, sei es nur eine so minimale Änderung, dass sich ihm die Frage stelle, warum überhaupt etwas geändert wird, sagte der Beigeordnete Jörg Juner. Der Ausschuss habe gewollt, dass etwas verändert wird, erinnerte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer an den Ausgangspunkt der Debatte. Die Diskussion endete erst, als Lea Straßer erläuterte, dass die bisherigen Entwürfe kostenfrei erstellt worden seien, maximal für die Überarbeitung des gewählten Entwurfs ein paar Euro fällig werden könnten. Peifer ergänzte, dass das neue Logo erst zum Einsatz komme, wenn Briefpapier und Werbematerialien neu erstellt werden, so dass auch hier keine Zusatzkosten entstehen werden.