Rheinpfalz Kein Kandidat in Sicht

„Es wurden innerhalb der Bewerbungsfrist keine Vorschläge eingereicht“, teilte Gerhard Büchler, Kröppens erster Beigeordneter, am Dienstagabend bei der Sitzung des Ausschusses zur Ortsbürgermeisterwahl mit. Damit ist klar, dass die Kröpper am Tag der Landtagswahl, dem 13. März, keinen Nachfolger für den verstorbenen Ottmar Schwarz wählen können.
Büchler, der Vorsitzende des Wahlausschusses, der zunächst die fünf Ausschussmitglieder verpflichtet hatte, erläuterte den Mitgliedern und Zuhörern am Dienstag das weitere Vorgehen: Der neue Ortsbürgermeister wird nun nicht mehr per Urwahl, sondern durch den Ortsgemeinderat gewählt. Dieser muss innerhalb von acht Wochen nach dem ursprünglichen Wahltermin (13. März) zusammentreten, um einen Kandidaten zum neuen Bürgermeister Kröppens zu wählen. Dabei kann der Gemeinderat laut Büchler nicht nur ein Mitglied aus seinen Reihen wählen, sondern jeden Bürger aus Kröppen, der nach der Gemeindeordnung wählbar ist. Voraussetzung ist die Bereitschaft des Kandidaten, sich für die Wahl durch den Rat zur Verfügung zu stellen. Sollte sich niemand finden oder kein Bewerber eine Mehrheit im Rat bekommen, müsste die Gemeinde bis zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2018 durch die beiden Ortsbeigeordneten – Gerhard Büchler und Elli Straßel – geführt werden. Allerdings, erläuterte Büchler gestern auf Nachfrage, könnte die Wahl im Gemeinderat zu jeder Zeit wiederholt werden, wenn sich ein Kandidat finde. Und erst wenn beide Beigeordneten innerhalb der laufenden Amtsperiode ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen könnten, wäre die Kommunalaufsicht gezwungen, „einen Beauftragten“ zur Führung der Amtsgeschäfte zu bestellen, so Büchler. So weit wird es nach Einschätzung des ersten Ortsbeigeordneten allerdings nicht kommen. Zwar habe sich kein Bewerber gefunden, als man vor Wochen im Rat über das Thema gesprochen habe. Doch bis Dienstag hätten Kandidaten entweder von einer Partei vorgeschlagen werden oder 25 Unterstützungsunterschriften sammeln müssen. Womöglich habe das den einen oder anderen abgehalten, mutmaßt Büchler. Zudem habe wohl jeder – er selbst auch – damit gerechnet, dass sich Bewerber melden werden. „Aber die Situation ist seit Dienstag eine neue.“ Vielleicht überdenke der eine oder andere nun seine Haltung noch einmal. Er gehe davon aus, dass sich in den nächsten Wochen noch ein Kandidat finden werde, der das Amt des Bürgermeisters übernehmen wird. Er selbst werde das aber nicht sein, machte Büchler deutlich. (dan/clc/Archivfoto: Danner)