Rheinpfalz „Kalte Fusion“

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32 Jahre nach der Gründung wird sich der Sportschützenverein Herschberg (SVH) noch in diesem Jahr auflösen. Das wurde bei der Mitgliederversammlung am Freitag im Traditionskeller klar.

Einziger Grund, warum dies jetzt noch nicht vollzogen wurde, ist die Aktivität der Bogenschützen. Diese trainieren in der Bürgerhalle und sollten dies auch weiterhin tun dürfen. Hätte sich der SVH nun am Freitag aufgelöst, wäre es sehr fraglich gewesen, ob die Bogenschützen die gemeindeeigene Halle weiterhin hätten nutzen dürfen. „Die Auflösung ist in den Frühsommer, zumindest bis nach dem Kommunalwahlen im Mai verschoben“, sagte Vorsitzender Dietmar Huber. Hintergrund ist indes ein Streit zwischen dem SVH und dem Kaninchenzuchtverein, in dessen Hasenheim sich die Schützen seit vielen Jahren eingemietet hatten. Nach Differenzen zwischen den beiden Vereinen war der Pachtvertrag nicht mehr verlängert worden. Der SVH suchte eine neue Bleibe und somit einen neuen Partner, die Schützen derweil die Möglichkeit, weiter ihrem Sport nachzugehen. Es gab eine Annäherung zwischen dem SVH und dem SV Edelweiß Waldfischbach. Der SV Herschberg hatte im vorigen Jahr bereits einen Schießstand in Waldfischbach angemietet, um seinen Schützen das Schießen mit großkalibrigen Waffen zu ermöglichen. Darüber hinaus prüften beide Vereine die Möglichkeit einer Fusion. „Solch eine Fusion hätte allerdings zu hohe Kosten verursacht“, befand Huber, ein Gründungsmitglied des SVH. Deshalb werde es wohl eine „kalte Fusion“ geben. Das heißt, dass die Herschberger Schützen nach Auflösung ihres Vereins Mitglied im Schützenverein Waldfischbach werden, ohne dass parallel dazu ein Kooperationsvertrag aufgelegt wird. Bereits aktuell sind zahlreiche Herschberger Mitglied in Waldfischbach. „Wir legten auch keinen Wert darauf, dass bei einer möglich gewesenen Fusion unser Name Bestandteil des neuen Vereins gewesen wäre“, sagte Huber. Auf beiden Seiten haben schon Mitgliederversammlungen stattgefunden, um die Akzeptanz und Modalitäten einer möglichen Fusion auszuloten. Mit einem Notar waren die rechtlichen Folgen besprochen worden. Zu klären wäre indes noch, was mit dem Vermögen des Herschberger Schützenvereins nach der Auflösung passiert. Eine Möglichkeit wäre, dieses dem SV Edelweiß Waldfischbach zugute kommen zu lassen. Fortsetzung folgt ...

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