Rheinpfalz Heimat braucht Engagement

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Es hat sich einiges getan in Reichenbach-Steegen: Dies war der Tenor beim „Gesprächskreis vor Ort“, zu dem Ortsbürgermeister Dirk Wagner und Matthias Heß von der Kreisverwaltung am Mittwochabend eingeladen hatten. Vertreter von Vereinen und Institutionen präsentierten Ideen zur Ortsentwicklung.

Passend zum Thema der Veranstaltung zeigte das alte Raiffeisen-Gebäude erste Anzeichen einer Wandlung: farbige Lichtinstallationen und der neue Name „Land. Salon Raiffeisen“ deuteten Lounge-Charakter an. Die musikalische Begleitung durch David Punstein und seine Frau sowie die Dekoration des Zuschauerraumes unterstrichen die Atmosphäre. Das „Team Land Salon“ will das Raiffeisen-Gebäude im Besitz der Gemeinde nach und nach nutzbar machen. Das Kulturwochenende im Juni und der Integrationslauf haben laut Wagner auch eine emotionale Ebene eröffnet, die Bevölkerung nehme die Angebote an. Eine private Nutzung in sei ins Auge gefasst, denn ein Leerstand wäre Verschwendung. Wagner: „Man muss dicke Bretter bohren, um Fördermittel zu erhalten.“ Matthias Heß und René Mar von der Abteilung Bauen und Umwelt, Kreis- und Ortsentwicklung in der Kreisverwaltung Kaiserslautern ergänzten, dass es angesichts des demografischen Wandels und der Leerstände nicht allein um die bloße Einwohnerzahl gehe, sondern dass nur das bürgerschaftliche Engagement die Attraktivität der Ortsgemeinden sichern könne. Diesem Ziel solle dieser nunmehr fünfte Gesprächskreis seit 2013 dienen. Er nannte die Neugestaltung des Raiffeisen-Gebäudes und der gesamten Bahnhofstraße als wichtigen Schritt. Attraktive Elemente könnten dabei die Anlage einer gepflegten Grünfläche mit dem Reichenbach in Verbindung mit dem Rad- und Wanderweg bilden. Sportveranstaltungen seien dort denkbar, nicht zuletzt wegen der Integrationsaufgaben, vor denen auch die Ortsgemeinde stehe. Landrat Paul Junker schwärmte von seinem Anfahrtsweg mit dem Elektro-Fahrrad durch die Landschaft: Die Gegend sei wunderschön, die Politiker wollten die Qualitäten des Raumes transportieren, aber als Risiken existierten natürlich die Finanzen und die Überregulierung. Von der herrlichen Gegend sprach auch Fotograf Jörg Heieck; sie verkaufe sich aber unter Wert, denn die Tourismusförderung sei nicht optimal. Kultur und Ortsentwicklung gehörten zusammen, meinte Thomas Fischer von der TU Kaiserslautern. Bürger und Kulturschaffende könnten vor Ort Impulse setzen, die keine Planungsmannschaft in einem Verwaltungsgebäude zustande bringe, sagte er mit Blick auf den Integrationslauf wie auch die optische Wirkung des Raiffeisen-Gebäudes |jba

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