Rheinpfalz Gemeinsam für den Nachwuchs

Mit dem Neubau einer Kindertagesstätte auf dem Betriebsgelände nimmt das Unternehmen Wipotec eine Vorreiterrolle im Raum Kaiserslautern ein. Als Bauherr hat es die Kosten von 2,5 Millionen Euro komplett alleine getragen, die Leitung der Kindertagesstätte (Kita) hat der Verein Lebenshilfe Westpfalz inne.
Ab Oktober werden die Kleinen die Kita Wipo-Wichtel bevölkern. Dieser Name wurde von Mitarbeitern vorgeschlagen und auch ausgewählt. Sie bietet insgesamt 48 Plätze für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen, die in vier Gruppen aufgeteilt sind. Die Krippengruppe ist für zehn Sprösslinge bis drei Jahre gedacht, in zwei integrativen Gruppen werden je 15 Drei- bis Sechsjährige betreut. Dazu ist eine heilpädagogische Gruppe für acht Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren vorgesehen. Dem Nachwuchs steht mit 900 Quadratmetern Fläche im Innern viel Bewegungsfreiheit zur Verfügung. Durch die moderne Bauweise mit Glasfronten sind die Räume lichtdurchflutet, die Inneneinrichtung mit Holzmobiliar und bunten Farben wirkt freundlich. Der Mehrzweckraum verfügt über einen Zugang nach draußen, an den sich ein am Hang angelegtes Amphitheater anschließt. Damit ist er für Spiele oder Elternveranstaltungen geeignet. Zudem verfügt der Neubau über Schlaf- und Ruheräume, eine Kinderküche sowie ein Büro, einen Personalraum und Lager. Das Außengelände ist 3500 Quadratmeter groß. Hier befinden sich ein Abenteuerspielplatz mit Klettertunnel, Spielgeräten, Sandkasten und eine Rasenfläche zum Toben. Jeder Gruppenraum hat einen Zugang nach außen. Die Spielbereiche davor sind mit Fallschutzmatten ausgelegt, auch ist ein Bodentrampolin eingelassen. An der Südseite sind Sonnensegel und Jalousien angebracht. Das Mittagessen wird von der Lebenshilfe angeliefert. Der Neubau ist nach den Standards eines Energiesparhauses errichtet und in das Energiekonzept der Firma Wipotec mit Erdwärme und einem Solarfeld eingebunden. Im Obergeschoss entsteht auf etwa 300 Quadratmetern ein Fitness- und Physiobereich für Mitarbeiter. Er verfügt über einen eigenen Zugang und kann voraussichtlich 2015 genutzt werden. „Wir wollten als Unternehmen ein soziales Zeichen mit Leuchtturmcharakter setzen“, sagt Geschäftsführer Theo Düppre. Die große Zahl an jungen Mitarbeitern sei ausschlaggebend für die Idee gewesen. Absicht war es, Beschäftigten ein firmennahes Betreuungsangebot für ihre Kinder machen zu können und somit auch die Attraktivität des Unternehmens zu erhöhen. Als „noble Geste“ bezeichnet Düppre, dass der Großteil der am Bau beteiligten Handwerksbetriebe ihre Preise gesenkt habe. Dieses Engagement ist auch für die Lebenshilfe Westpfalz nicht selbstverständlich. „Dass ein Betrieb eine Kita baut und sich einen Kooperationspartner sucht, um den Weg der Inklusion voranzutreiben, ist bemerkenswert“, unterstreicht Petra Wolf, die die Gesamtleitung der fünf Kitas der Lebenshilfe in Kaiserslautern und Rockenhausen innehat. Die Kita ist über einen eigenen Zugang vom Parkplatz aus zu erreichen und verfügt über einen Verbindungsweg zu den Betriebsgebäuden. (lmo)