Rheinpfalz Geburtstag: Waschechtes Kienholz
MÜNCHWEILER. Er ist ein bekennender Fan der Fußballnationalmannschaft, er schaut sich die Spiele der DFB-Elf nicht nur im passenden Trainingsanzug an, er lässt es sich auch nicht nehmen, bei einigen Spielen dabei zu sein. Josef „Sepp“ Ruf feiert am heutigen Mittwoch seinen 80. Geburtstag.
Den roten Trainingsanzug des Nationalteams hat er im Gepäck, wenn er zu einem Geburtstags-Kurzurlaub in den Schwarzwald reist. „Der vierte Stern für den vierten Weltmeistertitel fehlt noch, aber mit gefällt der Trainingsanzug so gut, dass ich ihn auch gerne mit den drei Sternen trage“, erzählt der Fußballfreund. Der Junggeselle ist ein waschechtes Kienholz, hier geboren, aufgewachsen und hat bis heute nie woanders gelebt. „De Rufe Sepp“, wie er genannt wird, jobbte nach Beendigung der Schulzeit zwei Jahre lang in der Schuhfabrik Westland, bevor er als Bahnbediensteter im Stellwerk Hinterweidenthal bis zu seiner Pensionierung arbeitete. Seine Fußballleidenschaft begann in frühester Jugend als FCM-Jugendspieler. Die aktive Laufbahn endete allerdings nach Knieproblemen recht früh. Ruf gehört seit 60 Jahren dem Traditionsclub FCM an. Als Nationalmannschaftsfan erinnert er sich noch gut an das erste Spiel Franz Beckenbauers im Nationalkader im Jahr 1965 in Stockholm beim Länderspiel Schweden gegen Deutschland. Ein Jahr später, 1966, feuerte er unsere Nationalspieler bei der Weltmeisterschaft in England an. Die zwei Wochen Aufenthalt dort beschreibt er so: „Ein unvergessliches Erlebnis.“ Der Kreis schloss sich, als er vor einigen Jahren zur Neueröffnung des Londoner Wembley Stadions Fußballgrößen wie Bobby Charlton und Uwe Seeler am Rande des Freundschaftsspiels England gegen Deutschland begegnete. Daneben hat Ruf Jahrzehnte im Männergesangverein Münchweiler gesungen und gehörte 1977 zu den Gründungsmitgliedern des Tennisclubs. Auf die Wünsche für die Zukunft angesprochen, antwortet Ruf: „Wenn ich Karten bekomme, reise ich 2018 zur Weltmeisterschaft nach Russland, um die Spiele der Jogi-Jungs zu sehen.“ |dy