Rheinpfalz Duschen wie daheim – auch für Vierbeiner

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Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sind Reginald und Petra Burgers, seit fünf Jahren Betreiber des Campingparks am Königsberg in Wolfstein, sehr zufrieden. Mit 15.000 Übernachtungsgästen sei eigentlich keine Steigerung mehr möglich. Um das Angebot auf dem rund 3,2 Hektar großen Areal zu verbessern, wurden 2014 die Sanitäranlagen auf Fünf-Sterne-Niveau gebracht, dieses Jahr erfolgt der Ausbau der Kinderduschen.

Kurz nach dem Jahreswechsel ist es ruhig auf dem Campingpark in Wolfstein. Zwischen 1. November und 1. März machen Reginald (47) und Petra (42) Burgers Winterpause. „Das ist das erste Mal in fünf Jahren, dass wir über Winter zu haben“, erläutert der 47-Jährige, der gemeinsam mit seiner Frau den Campingplatz in Wolfstein betreibt. Für das abgelaufene Jahr zieht das Ehepaar, dessen Kinder in Lauterecken und Meisenheim die Gymnasien besuchen, eine positive Bilanz. „Wir hatten rund 15.000 Übernachtungen“, berichtet Petra Burgers. Im Durchschnitt blieben die Gäste – vorrangig kommen die Urlauber aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland – 6,3 Nächte pro Aufenthalt. „Wir haben also vergleichsweise wenige Kurzurlaubsgäste.“ Mit der Übernachtungsanzahl hat die Familie Burgers einen neuen Höchstwert erreicht. Zum Vergleich: Als die Niederländer den Campingpark 2009 übernommen hatten, waren es 6000, im Jahr 2012 12.000 Besucher. „Wir haben uns stetig gesteigert“, ergänzt Reginald Burgers. Nun sei man jedoch an die Grenzen gestoßen. Das Ziel für 2015 lautet deswegen, das Gästeniveau zu halten und das eigene Angebot weiter zu steigern. Deswegen begannen die Betreiber bereits im September 2013 mit dem Ausbau der Sanitäranlagen auf dem Gelände, die seit Ostern 2014 benutzt werden können. „Die Anlagen sind jetzt auf Fünf-Sterne-Niveau“, sagt Petra Burgers stolz. Ihr Mann ergänzt: „Wir wollen, dass sich die Gäste ein wenig wie zu Hause fühlen.“ Zwar sind noch Kleinigkeiten im Sanitärgebäude zu erledigen – eine Verblendung der Abluftanlage sowie einige Türrahmen fehlen noch –, doch der Ausbau mit Kosten im mittleren sechsstelligen Bereich hat sich gelohnt. Die Duschräume sind mit großen weißen Wandfliesen verkleidet, Seifen- und Shampoospender hängen an der Wand. Die Duschen sind jeweils mit einer an der Decke befestigten und einer losen Brause ausgestattet und im Waschraum befinden sich neue Waschmaschinen und Trockner. Und: „Für Gäste mit Hund haben wir sogar noch eine Hundedusche gebaut“, ergänzt Reginald Burgers. Nach dem Urlaub – Ende dieser Woche zieht es die Familie für einige Tage in die niederländische Heimat – geht es direkt weiter. Nach den Sanitäranlagen für die Erwachsenen wird nun eine eigene Anlage für Kinder bis acht Jahre gebaut. Diese soll die jüngsten Besucher in den Dschungel entführen. In den kommenden Jahren stehe die Renovierung der Ferienwohnung an und die Wasser- und Stromleitungen sollen peu à peu erneuert werden. „Wir haben viele Ideen, aber man muss auch investieren“, weiß Petra Burgers. Eine dieser Ideen ist auch eine Erweiterung des Parks in Richtung Bundesstraße 270. Vor einigen Jahren war dieses Projekt Thema im Wolfsteiner Stadtrat. „Das würden wir machen. Allerdings mahlen die Mühlen der Bürokratie langsam“, sagt Burgers. Doch ein Schritt nach dem anderen. Etwas Sorge bereitet dem 47-Jährigen aber die Einführung des Mindestlohnes. „Es sind ja nicht nur die Löhne, unter anderem fallen ja auch die Abgaben für die Berufsgenossenschaft, die Industrie- und Handelskammer an“, ergänzt Burgers. Als Gastronom würde man wohl nicht umhin kommen, die Preise zu erhöhen. „Wir müssen abwarten, wie sich das alles entwickelt“, sagt der Campingparkchef, der sich darüber aber erst nach seinem Urlaub in Holland wieder Gedanken machen will. (hlr)

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