Rheinpfalz Die Giganten wachsen
Von weit her kann man sie seit April wachsen sehen, die drei Windkraftanlagen oberhalb des Stausteinerhofs an der K 4 bei Kröppen. Es sind wahre Giganten, die dort entstanden sind: 141 Meter beträgt die Nabenhöhe, rund 300 Tonnen ist eine Anlage samt Maschinenhaus, Rotorblättern, Rotornabe, Transformator und Turmsektionen schwer. Bis Mitte Juni werden die drei Windräder, die je drei Megawatt leisten, voraussichtlich ans Stromnetz angeschlossen, teilte Sonja Scheerer vom Projektierer Prokon auf Anfrage mit.
Es bot sich ein imposantes Schauspiel, als die mächtigen Rotorblätter – jedes ist rund 60 Meter lang und wiegt etwa 10,6 Tonnen – durch die Luft schwebten, um am Turm der Anlagen in 140 Metern Höhe angebracht zu werden. Einen Tag benötigen die Arbeiter vor Ort in der Regel, um die drei Rotorblätter je Windrad zu befestigen, teilte das Unternehmen mit. Trockenes Wetter und Windstille sind für die Arbeiten gefragt. Denn es ist ein hohes Maß an Präzision nötig, um die einzelnen Komponenten an die gewünschte Stelle zu manövrieren. Jede Windböe kann die mächtigen Rotorblätter ins Pendeln bringen. Um die Blätter überhaupt anbringen zu können, war ein 160 Meter hoher Großkran erforderlich, der von einem Hilfskran unterstützt wurde. Nach der Montage ragen die Spitzen der Rotorblätter nun fast 200 Meter hoch in den Himmel. Zwei Anlagen wurden bereits im April errichtet, die dritte wurde vor Kurzem fertig montiert. Im nächsten Schritt geht es laut Sonja Scheerer an die mechanische und elektrische Fertigstellung im Innenausbau. Mitte Juni sollen die drei Windräder – jedes kostet zwischen drei und vier Millionen Euro – dann Strom ins Netz einspeisen. Ursprünglich hatte Prokon geplant, die Windkraftanlagen schon Anfang des Jahres fertigzustellen. Im vergangenen Jahr ruhte die Baustelle dann aber einige Monate. Nach internen Umplanungen habe man sich entschieden, die Inbetriebnahme von Januar auf Juni zu verschieben, hieß es damals vom Unternehmen (wir berichteten).