Rheinpfalz Biedinger: „Wunsch der Jugend“

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Herschberg. Als Wunsch der Jugend bezeichnet Manfred Biedinger seine Kandidatur als Ortsbürgermeister für die Initiative Zukunft Herschberg (IZH). Man habe ihn gefragt, ob er nicht wieder kandidieren wolle, erklärt der jetzige Beigeordnete. Vor fünf Jahren noch hatte Biedinger – er war damals Ortsbürgermeister für die CDU – eine erneute Kandidatur strikt abgelehnt.

Doch mit dem Verein IZH seien neue Fakten geschaffen worden, meint er: „Das hat mich überzeugt.“ Außerdem zeige es das Vertrauen der jungen Leute, die die IZH gegründet haben: „Warum sollte man die Jugend nicht unterstützen?“ Seit 20 Jahren ist Biedinger im Gemeinderat, davon war er 15 Jahre Beigeordneter und fünf Jahre Bürgermeister. Die Themen, die nach der Wahl angegangen werden müssen, seien vorgegeben. Ganz wichtig sei die Realisierung der Windkraft für Herschberg. „Ohne Moos nix los“, meint er im Hinblick auf die leere Gemeindekasse. Die Schulden sollen mit ihm als Ortschef nämlich abgetragen werden. Auch die wiederkehrenden Beiträge werden den neuen Rat bestimmt noch beschäftigen, gibt er unumwunden zu. Der Friedhof sei in schlechtem Zustand, genauso wie der Spielplatz. Doch da müsse man sich genau fragen, was geht in Eigenleistung und was nicht: „Der Boden auf dem Friedhof ist sehr schlecht, das ist alles nicht so einfach.“ Auch den Spielplatz wieder in Eigenleistung herzurichten, genau so wie die Wanderwege, höre sich zwar gut an: „Aber als Gemeinde hat man eine Verkehrssicherungspflicht. Da kann ich nicht im Baumarkt Spielgeräte kaufen.“ Er würde gerne die Kommunikation zwischen den Ratsmitgliedern fördern. Der Turnus zwischen den Ratssitzungen soll verkürzt werden, so dass keine Tagesordnungen mit zehn oder mehr Punkten mehr vorkommen. Auch für die Einwohner soll die Kommunikation mit dem Ortsbürgermeister eine neue Qualität bekommen. „Durch den Verein kann man mit den Mitgliedern Kontakt aufnehmen, der Vorstand leitet alles an mich weiter“, beschreibt Biedinger, wie Wünsche an ihn herangetragen werden können, wenn man sich nicht direkt an ihn wenden möchte. (rnk/Foto: Benkel)

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