Rheinpfalz Bei Kindern Interesse für die Natur geweckt

Fleißig gewerkelt haben insgesamt 19 Kinder im Herschberger Feuerwehrgerätehaus. Vorstandsmitglieder des Obst- und Gartenbauvere
Fleißig gewerkelt haben insgesamt 19 Kinder im Herschberger Feuerwehrgerätehaus. Vorstandsmitglieder des Obst- und Gartenbauvereins haben mit kleinen Naturfreunden Insektenhotels angefertigt.

Für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten in Herschberg und Umgebung hat sich das Angebot eines sicheren und wetterfesten Unterschlupfes gewaltig erhöht. Gleich 19 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis elf Jahren haben bei der Aktion des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) ihr eigenes kleines Insektenhotel gebaut.

„Das gemeinsame Basteln wird das Interesse der Kinder an diesem Objekt auf jeden Fall verstärken“, ist sich Vorsitzender Michael Höh sicher. Er ist auch Jugendwart beim Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine und hatte die Idee, die Kinder zur Beschäftigung mit der Natur anzuregen. Sie sollten früh erfahren, dass es gerade um Wildbienen nicht gut bestellt ist. Von über 500 Arten sind in Deutschland gut 30 vom Aussterben bedroht. Nistplätze gehen verloren, weil Vorgärten mit Steinen ausgelegt, Flächen zubetoniert, Hecken und Büsche an Straßen entfernt werden. Die Kinder aus Herschberg, Saalstadt, Hettenhausen, Wallhalben und Schauerberg hatten jedenfalls Vergnügen bei diesem „Werkunterricht“. Lias und Valentina aus Herschberg, beide fünf Jahre alt, waren die Jüngsten und bedurften der Hilfe ihrer Mütter oder Väter, wobei sich manche der Mütter im Umgang mit dem Schraubenzieher als sehr geschickt erwiesen. Die Vorstandsmitglieder des OGV waren im Feuerwehrhaus mit Rat und Tat zur Stelle. Niko (7) aus Herschberg, der mit seinem Vater tüchtig geschraubt und geleimt hat, war vom Ergebnis begeistert und wollte das Insektenhotel noch am selben Tag im Garten befestigen. Das hat sich auch Anna-Maria aus Wallhalben vorgenommen, die ihre Eltern zu Hause mit dem Ergebnis ihrer Arbeit überraschen wollte. Ben (10) aus Herschberg hat sein Insektenhotel nach dem Zusammenbau eifrig mit Bambusröllchen, Rinde und Tannenzapfen gefüllt. Er will künftig hinter dem Elternhaus das Treiben der Insekten beobachten. Im Gegensatz zu Honigbienen sind Wildbienen und Hummeln nach Auskunft von Michael Höh für Menschen nicht gefährlich. Die Bausätze hat der Verein kostenlos zur Verfügung gestellt.

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