Rheinpfalz Bahn: Stellwerk versteigert

Das Stellwerk der Deutschen Bahn in Thaleischweiler-Fröschen hat einen neuen Besitzer: Eine Immobiliengesellschaft aus Sachsen-Anhalt ersteigerte das Objekt. Zum angesetzten Mindestpreis von 4900 Euro erhielt die Immobiliengesellschaft den Zuschlag für das Stellwerk, das bekanntlich nicht mehr in Betrieb ist.
THALEISCHWEILER-FRÖSCHEN. „Es gab nur einen Bieter“, erklärte Auktionator Matthias Knake. Er bestätigte, dass sich im Vorfeld auch ein Interessent aus der Nachbarschaft nach dem Stellwerk erkundigt habe, „aber es war sonst kein Bieter im Saal“, so Knake. 104 Immobilien und Grundstücke waren bei der Auktion angeboten worden. Für das teuerste Objekt, eine Villa in Potsdam, die mindestens 2,34 Millionen Euro bringen sollte, fand sich kein Bieter. Das pittoreske Bahnhofsgebäude Lübeck-Travemünde „Strand“ ging beispielsweise für 760.000 Euro weg. Wegen der Parkplatzprobleme rund um das Seniorenheim „Haus Bethesda“ in Thaleischweiler-Fröschen, das gegenüber dem früheren Stellwerk steht und das vom Diakoniezentrum in Pirmasens betrieben wird, hatte es in den vergangenen Jahren immer mal wieder Diskussionen darüber gegeben, ob die Gemeinde oder die Diakonie nicht versuchen sollten, das Gebäude zu erwerben, es abzureißen und damit Raum für bessere Verkehrslösungen in diesem Bereich zu schaffen. Die Gemeinde hatte kein Interesse gezeigt, das Gebäude zu ersteigern. Dass seines Wissens die Diakonie wegen des Objektes nachgefragt habe, hatte Bürgermeister Thomas Peifer bestätigt. Die Diakonie selbst hatte allerdings im Vorfeld anklingen lassen, nicht mitbieten zu wollen. Tat sie auch nicht. (add)