Rheinpfalz B-423-Umgehung: Stadtrats-Mehrheit stimmt Projekt zu

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Der Homburger Stadtrat hat am Dienstagabend mehrheitlich für den Bau einer Umgehungsstraße der B 423 für die Stadtteile Schwarzenbach und Schwarzenacker gestimmt. Die Gegner des Projekts fanden bei CDU, SPD, FWG und einem Vertreter der Allianz für Vernunft kein Gehör. Grüne, Linke und AfD votierten gegen die Umgehung.

«HOMBURG.» Die Positionen im Stadtrat sind klar verteilt. Sowohl SPD als auch CDU sehen die Straße als Notwendigkeit für Homburgs Entwicklung. Die Grünen zweifeln den Entlastungseffekt für die Südstadt an und halten das ganze Projekt für eine Fehlplanung. Ähnlich sieht es Die Linke, die ebenfalls keine Entlastung für Bürger, sondern nur einen Nutzen für die Industrie sieht. Grünen-Sprecher Winfried Anslinger widersprach allen Befürwortern aufs Entschiedenste. Weder würden die Prognosen des Landesbetriebes für Straßenbau von 30.000 Fahrzeugen täglich stimmen, noch die Straße der Entlastung der Bürger dienen. Die versprochenen Erleichterungen könne man gar nicht schaffen und das Verhalten der Politik sei schäbig, erzeuge sie doch Leidensdruck, um politische Ziele zu erreichen. Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) warb für das Projekt: „Seit Jahrzehnten ist die B 423 in der politischen Diskussion und bis vor drei, vier Monaten habe ich immer nur von Leuten gehört, die dafür waren.“ Das bedeute nicht, dass man Bedenken, die jetzt geäußert werden, einfach abtun wolle. Der OB vertrat unverändert den Standpunkt, wonach die neue Straße wichtig für Homburgs Entwicklung sei. „Wir müssen schauen, dass die Infrastruktur in Zukunft gut dasteht.“ Angesichts bevorstehender Veränderungen vor allem in der Autoindustrie müsse Homburg die Arbeitsplätze sichern und neue Firmen ansiedeln. Außerdem bezahle der Bund die Straße. Verständnis für die Anliegen der Betroffenen äußerte CDU-Fraktionschef Michael Foster. Dennoch stehe auch die CDU „klar dazu und es wird Zeit, dass der Bau umgesetzt wird“.

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