Rheinpfalz Ab 2019 auch in HD-Qualität zu sehen
Dank eines Zuschusses der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) von 50.000 Euro sei die Studiotechnik des Offenen Kanals (OK) erneuert worden, was gewährleiste, mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten. „Die Technik für zeitgemäße Qualität ist vorhanden“, berichtete der Vorsitzende Bernhard Pyka am Montag in der Mitgliederversammlung des Vereins OKTV Südwestpfalz.
Das Aufzeichnungsstudio sei jetzt mit HD-fähiger Technik ausgestattet; die HD-Einspeisung sei für 2019 vorgesehen. Neben Geräten wie Bildmischer und Vorschaumonitoren seien auch sechs neue Kameras angeschafft worden. Der Ok sei gerüstet für seine Aufgaben als Bürgerfernsehen, für die lokale und regionale Kommunikation. Den Bürgern biete der OK Räume und Geräte an, auf Wunsch auch Fortbildungen im Umgang mit der Technik. Positives vermeldete Pyka über die Nutzung des OK-Angebots. Der Offene Kanal erreiche aktuell fast 23.000 Kabelhaushalte und damit „mögliche 53.000 Zuschauer“. Im vergangenen Jahr habe der OKTV 310 eigene Sendungen ausgestrahlt, 118 „Produzenten“ hätten zudem 286 Sendungen geliefert. Deren ehrenamtlichen Einsatz für die Öffentlichkeit würdigte Pyka als „große Leistung“. Der Aufwand sei zu erahnen, wenn man wisse, dass eine Sendeminute eine Stunde Arbeit voraussetze. Zu den regelmäßigen wöchentlichen Sendungen von Produzenten gehörten die „Montagsansichten“ oder der „Zweibrücker Bilderbogen“ und der Beitrag „Piazza Europa“, der selbst in Italien gesehen werde. An eigenen Sendungen produziere der OK zum Beispiel „Kompakt“, nun als zweckmäßige Bündelung der seitherigen Stadtmagazine Pirmasens und Zweibrücken sowie des vormaligen „Rückspiegels“. Bei den Aktivitäten des Vereins verwies Pyka auf Seminare (wie „Journalistisches Arbeiten“), die Beteiligung an Schulprojekten (Ganztagsschule Vinningen, Wirtschaftsgymnasium), die 14-tägige Ferienbetreuung für Grundschüler und Lehrerfortbildungen. An Neuerungen nannte er die Produktion von „Werbeclips für den OK mit bekannten Bürgern“ und die Programmvorschau mit bewegten Bildern. Wie sich die inzwischen rechtlich mögliche Übertragung oder Aufzeichnung von Gemeinderatssitzungen auswirke, bleibe abzuwarten. Ausgebaut worden sei die im Jahr 2010 eingerichtete Mediathek. Bislang seien über eine Million Aufrufe zu verzeichnen. Zurzeit ständen in der Mediathek 1169 Videos zur Verfügung. Der OK-Auftritt in Sozialen Medien (Facebook) sei „attraktiver“ gestaltet und werde mit Infos täglich aktualisiert. Auf den neuesten Stand gebracht worden sei der Internetstream. Die zeitweiligen Störungen des Sendeprogramms begründete Pyka mit der Ausschreibung der Zuleitung für das Sendesignal – digital und analog – nach Frankfurt und der Übernahme durch einen anderen Anbieter. Mittlerweile sei der OKTV wieder störungsfrei zu empfangen im digitalen Kabelnetz auf Sendeplatz 151 und im analogen Netz auf Sendeplatz S 20. Der Offene Kanal bleibe auch weiterhin Ausbildungsstätte, erklärte Pyka. Im vergangenen Jahr habe der OK 38 Praktikanten einen Platz geboten. Aktuell würden hier vier Auszubildende betreut. |ns