Rheinpfalz 8500 Kilometer für Besuch im Schuhmuseum

Besuch aus Südkorea. Von links: Hanny Lee (Dolmetscherin), Horst Geiger (Museumsführer), Seo Young-Chan (Korean Footwear Industr
Besuch aus Südkorea. Von links: Hanny Lee (Dolmetscherin), Horst Geiger (Museumsführer), Seo Young-Chan (Korean Footwear Industrial Promotion Center), In-jae Kim (Busan Metropolitan City), Carl-August Seibel (Vorsitzender Stiftung Deutsches Schuhmuseum), Dieter Busch (Museumsführer), Jin-young Kim (Manager Induel Design).

Von Seoul in Südkorea nach Frankfurt sind es etwa 8550 Flugkilometer. Diese lange Reise unternahm vor Kurzem eine dreiköpfige Delegation aus Busan, der zweigrößten Stadt Südkoreas, um das Deutsche Schuhmuseum in Hauenstein zu besichtigen. Grund: In Busan soll in einem 4000 Quadratmeter großen, mehrstöckigen Schuh-Center, auf einer Etage mit etwa 520 Quadratmetern ein Schuhmuseum entstehen.

Eindrücke und Anregungen für die Umsetzung holte sich die Delegation aus Busan um ihren Manager Seo Young-Chan vom Korean Footwear Industrial Promotion Center in Deutschland an drei Stationen: bei Adidas in Herzogenaurach, im Deutschen Ledermuseum in Offenbach und in Hauenstein im Deutschen Schuhmuseum mit seinem Pfälzischen Sportmuseum. Carl-August Seibel, Vorstandsvorsitzender des Schuhmuseums Hauenstein und sein Stellvertreter Asmus Kaufmann empfingen den Besuch am 25. September und informierten über die Entstehung und die über 20-jährige Geschichte des Museums, ehe die beiden Museumsführer Dieter Busch und Horst Geiger die wichtigsten Stationen und Exponate des Museums präsentierten. Die aus Frankfurt engagierte koreanische Dolmetscherin Hanny Lee hatte eine Menge zu übersetzen. Die Gäste aus Südkorea waren erstaunt über die lange Schuhtradition in der Südwestpfalz und begeistert über die Präsentation und Inszenierung der Exponate und Maschinen in den Zeitraum-Etagen des Schuhmuseums. Auch im Pfälzischen Sportmuseum hielten sich die koreanischen Museumsmacher lange auf und stellten Museumsleiter Kaufmann viele Fragen. Ein Besuch der Schuhmeile sowie der Shoe-City unter der Führung von Carl-August Seibel rundete den halbtägigen Besuch in der Pfalz ab. „Es ehrt uns sehr, dass wir in Hauenstein zu den ersten Adressen in Deutschland gehört haben, für die sich unsere Gäste aus Südkorea entschieden haben. Wir hoffen, den Kontakt nach Busan aufrecht zu erhalten, zumal wir uns auch über eine mögliche Partnerschaft, über Leihgaben und Wechselausstellungen unterhalten haben. Warum sollten wir nicht auch im kulturellen Bereich global denken. Wir im Vorstand finden diese Gedanken sehr spannend“, resümierte Museums-Chef Seibel nach dem Treffen. Die Millionenstadt Busan ist eine der führenden Industriestädte des Landes mit Nahrungsmittelverarbeitung, Fahrzeug- und Schiffsbau, Holzindustrie, chemischer und pharmazeutischer Industrie, Gummiprodukten, Elektro-, aber auch Textil- und Bekleidungsindustrie. Die Schuhindustrie hat dort ebenfalls eine große Tradition. Gerade in der jüngeren Vergangenheit, im Zeitraum von etwa 1970 bis 1990, war Busan ein Schuhindustrie-Mekka.

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