Rheinpfalz 450 Meter Schlauch bis zur Trualb verlegt
Gute Nachrichten für die Bewohner der Grenzregion: Deutsche und französische Rettungskräfte bewiesen am Samstag bei einer Übung, dass die Feuerwehren beider Länder für den Ernstfall bestens gerüstet sind und reibungslos Hand in Hand zusammenarbeiten.
Am Ortseingang von Walschbronn waren – so gab das Szenario bei der Großübung am Samstag vor – zwei Pkw kollidiert. Zwei Menschen mussten verletzt geborgen werden. Zeitgleich brannte in der Ortsmitte eine Scheune, auch hier waren Personen zu Schaden gekommen. Wenige Minuten nach der Alarmierung traf bereits die Wehr aus Kröppen ein. In der Folgezeit füllten sich beide Schauplätze rasant mit Einsatzfahrzeugen und Rettungskräften aus Deutschland und Frankreich. Um Herr über die Flammen zu werden, wurde die Trualb angezapft: 450 Meter Schlauch mussten hierfür ausgerollt werden, sowohl die französischen „Sapeurs Pompiers“ als auch ihre deutschen Kollegen installierten mobile Pumpen. Beide hatten auch Übergangsstücke mit an Bord, die bei Bedarf die Koppelung der Schläuche mit länderspezifischem Durchmesser ermöglichen. Während Hans-Peter Maschino als stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land das Kommando am Schauplatz in der Ortsmitte hatte, koordinierte Wehrleiter Bernd Hunsicker das Geschehen am Unfallort. Dort kamen Rettungsschere und Spreizer zum Einsatz, die Fahrzeuge wurden aufgeschnitten und die Verletzten behutsam geborgen. „Alle Beteiligten waren begeistert“, freute sich Maschino nach Ende der Übung über einen durchweg reibungslosen Verlauf der Rettungsarbeiten an beiden Unglücksorten. Aus Deutschland waren die Ortswehren von Bottenbach, Kröppen, Schweix, Hilst, Trulben und Eppenbrunn sowie die Zentrale aus Lemberg mit insgesamt acht Fahrzeugen und 44 Personen im Einsatz gewesen, fast genauso viele Kräfte hatten die französischen Wehren aus Walschbronn, Bitsch, Volmunster und Rohrbach gestellt. Deutsch-französische Feuerwehrübungen haben in der Region durchaus Tradition: Bis vor 16 Jahren habe man regelmäßig gemeinsam den Ernstfall geprobt, so Maschino. Nun sei man entschlossen, die unterbrochene Reihe wieder aufleben zu lassen; für 2018 sei bereits eine Übung in Deutschland geplant.