FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Wunderlich will Remis der Roten Teufel vergolden

Aus der Balance: Mike Wunderlich im Zweikampf mit dem Mannheimer Marco Höger.
Aus der Balance: Mike Wunderlich im Zweikampf mit dem Mannheimer Marco Höger.

Nach zwei Spitzenspielen gegen Magdeburg und Mannheim bleibt für den 1. FC Kaiserslautern kaum Zeit zum Durchatmen. Nun wartet auf die Roten Teufel ein Gegner aus dem Tabellenkeller. Danach folgt eine englische Woche. Auch für Felix Götze?

In den Sprachgebrauch des Fußballs hat sich bei Spielern, Trainern und Funktionären so manch eine Formulierung eingeschlichen, die ebenso nichtssagend ist wie sie über Proporz Gebrauch findet. „Am Ende des Tages“ zählt sicher dazu, denn was sollte, um es zu überspitzten, ab 23.59 Uhr und 59 Sekunden schon gelten, was vorher noch nicht galt? Die Protagonisten des sonntägigen Südwestderbys zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern geizten lobenswerterweise mit der Floskel, und ehrlich: Am Ende des Tages wird von diesem Spiel nicht viel mehr in Erinnerung bleiben, als dass es die Erwartungen nicht erfüllte und in einem schnöden 0:0 den gebührenden Ausgang fand.

Vor allem die Roten Teufel spielten für ihre Verhältnisse überraschend durchschnittlich. Die Offensive lahmte. Es fehlte an Mut. Schnelle Seitenwechsel, wie von Trainer Marco Antwerpen gefordert, genossen Seltenheitswert. Das Konterspiel, wie es den FCK für gewöhnlich auszeichnet, war daher kaum zu sehen. Das dürften auch der gesperrte René Klingenburg und der erkrankte Jean Zimmer registriert haben, während sie im Gästeblock mitfieberten.

Zuck: Von uns muss mehr kommen

Die Selbstkritik nach dem Schlusspfiff war deutlich ausgeprägter, nicht allein bei Terrence Boyd, der sich ob seiner vergebenen Großchance in der 55. Spielminute allein die Schuld für das Nicht-Gelingen des 14. Saisonsieges auf die Schultern lud. „Die Null hat wieder gestanden, das ist gut, aber nach vorne war es nicht unser bestes Spiel. Wir waren nicht gut genug, um das Ding zu gewinnen. Von uns muss da mehr kommen“, bekannte Kapitän Hendrick Zuck. Warum so wenig kam, vermochte der 31-Jährige nicht zu sagen, er verwies auf die anstehende Videoanalyse. Der FCK habe sich „echt schwergetan“, immer wieder habe man es mit langen Bällen versucht, die zudem nicht angekommen seien. „Wir müssen das besser machen“, sagte Zuck und ergänzte: „Man darf aber auch nicht vergessen: Mannheim ist eine gute Mannschaft und nach vorne extrem stark.“

Mike Wunderlich konnte dem FCK ebenso wenig die offensive Richtung weisen. Über die 90 Minuten betrachtet sei der Teilerfolg „in Ordnung“, urteilte der Routinier, „nach vorne war das von uns ein bisschen wenig, aber wir müssen und können mit dem Punkt leben, gerade auswärts in einem direkten Duell.“ In einem Spiel wie diesem agiere man ein bisschen vorsichtiger, niemand wolle den ersten Fehler begehen.

Wunderlich denkt voraus

Die Roten Teufel dürfen als Positivum festhalten, im sechsten Drittliga-Vergleich mit dem SV Waldhof erneut ungeschlagen geblieben zu sein. Allerdings siegten sie auch nur ein einziges Mal, mit 2:0 bei Marco Antwerpens Trainerdebüt vor einem Jahr. Wunderlich lenkte den Blick bereits voraus auf den kommenden Samstag, wenn der FCK im Fritz-Walter-Stadion vor maximal 20.000 Zuschauern auf den SC Verl trifft. Gelänge es, in dieser Partie den Punkt aus Mannheim durch einen Sieg „zu vergolden“, sähe „die Welt ganz gut aus“, bemerkte Wunderlich.

Die Saison befindet sich nun in ihrem letzten Drittel, zum Durchatmen bleibt keine Zeit. Nach dem Duell mit dem Tabellendrittletzten aus Verl gastiert der FCK bereits am Dienstag im Nachholspiel beim TSV 1860 München, vier Tage später ist Aufstiegsaspirant VfL Osnabrück der Gastgeber. Was die Roten Teufel in der Endphase der Saison nicht gebrauchen können, ist Verletzungspech.

Hoffnung für Götze

Abgesehen von den Langzeitlädierten ist es um die Physis gut bestellt, mit einer bedeutenden Ausnahme allerdings: Felix Götze. Der 24-Jährige erleidet Rückschlag um Rückschlag, am Sonntag musste er abermals früh das Feld verlassen, nachdem er bei einem Zweikampf mit Adrien Lebeau umgeknickt war. Von Mannschaftsarzt Harald Dinges und Physiotherapeut Frank Sänger gestützt, humpelte Götze vom Rasen.

Einiges deutete darauf hin, dass ein Band im rechten Sprunggelenk geschädigt sein könnte. Nun funkt die medizinische Abteilung ein Signal der Hoffnung. Die finale Diagnose stehe zwar aus, von einem Bänderriss aber sei nicht auszugehen. Gegen Verl wird Götze fehlen – doch mit einem längeren Ausfall rechnet der FCK Stand Montag nicht.

Bis zu 20.000 Fans gegen Verl

Beim Heimspiel gegen Verl darf der FCK bis zu 20.000 Zuschauer ins Stadion lassen. Nach einer „intensiven Abstimmung mit der Stadt Kaiserslautern“, wie der Klub auf seiner Website verlautbarte, gibt es eine Ausnahmegenehmigung. Der Tabellenzweite der Dritten Liga kann damit doppelt so vielen Menschen Einlass gewähren wie zuletzt beim 2:2 im Topspiel gegen den 1. FC Magdeburg. Von der Unterstützung von den Rängen erhoffen sich die Verantwortlichen Rückenwind im Kampf um den Aufstieg. Die Tickets sind im Onlineshop des FCK sowie in den beiden Fanshops erhältlich. Die Zugangsvoraussetzungen zum Stadion bleiben die gleichen wie bei den vergangenen Spielen im Fritz-Walter-Stadion. Das heißt, es gilt die 2G-plus-Regel sowie die durchgehende Maskenpflicht im gesamten Stadionbereich.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Newsletter wird jeden Freitag verschickt.

Noch mehr FCK gibt es hier:

Pokalsieger, Absteiger, Wiederaufsteiger, Meister: Der 1. FC Kaiserslautern ist wie kaum ein zweiter deutscher Fußballverein in der Region verankert. Unsere Redaktion ist dicht dran am FCK und bietet exklusive Einblicke in den legendärsten Club aus der Pfalz. Alle wichtigen Infos, Hintergründe und Neuigkeiten gibts für Fans auch in unserem Newsletter und dem Podcast Lautre!

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

x