Sport WM-Tagebuch: Launiges in der Lounge

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RHEINPFALZ-Redakteur Udo Schöpfer.

An der Kaffeemaschine in der Lounge der Kölner Lanxess-Arena habe ich Kai Wandschneider am Samstagnachmittag darauf aufmerksam gemacht, dass die Milch für den Cappuccino neben seine Tasse läuft. Das war schnell korrigiert. Der Trainer der HSG Wetzlar nimmt in diesen Tagen an einem Trainerlehrgang teil. Vor vielen Jahren haben Wandschneider und ich hinter der Friedrich-Ebert-Halle eine zusammen geraucht. Das heißt: Wandschneider hat geraucht und gesprochen, ich habe nicht geraucht und zugehört. Er hat damals noch den TSV Dormagen trainiert, ich habe über die TSG Friesenheim geschrieben. Man sah und sieht sich, bei den Spielen gegen die Rhein-Neckar-Löwen. Und womit hat sich Wandschneider bei der Fortbildung beschäftigt? „Ich habe eine These zu Führungsqualitäten geschrieben und sie dann auch gehalten, damit beschäftige ich mich schon mein Leben lang“, erklärte der 59-Jährige.

Klaus Gärtner schaut auch in der Lounge vorbei

Wohin kann der Weg der deutschen Mannschaft führen? Das ist das Thema in den kleinen Gesprächskreisen. Und es sind sehr viele Trainer da. Klaus Gärtner schaut auch in der Lounge vorbei, bis im vergangenen Sommer war er Co-Trainer bei den Löwen. Nun ist er Coach beim österreichischen Erstligisten Alpha Hard. „Am Anfang war es etwas schwierig, wir hatten Verletzungspech, ein neuer Trainer, mittlerweile läuft es, wir sind Zweiter“, führte er aus. Was die Löwen so anstellen, das verfolgt er genau. „Dieses Jahr wird es schwer, etwas zu gewinnen. Vielleicht liegt es daran, dass der alte Co-Trainer weg ist“, sagte er scherzend. Mit seinem früheren Chef Nikolaj Jacobsen steht er nach wie vor in Verbindung. Apropos Rhein-Neckar-Löwen: Auch mit Jennifer Kettemann hatte ich Kontakt. Die Löwen-Geschäftsführerin war kurz in Berlin, hat sich das Spiel gegen Frankreich angeschaut und ist sofort wieder zurückgereist. „Ich hoffe sehr, dass die gemeinsame Euphorie über Köln bis zur Endrunde anhält. Mit den Zuschauern im Rücken wird es für jede Mannschaft schwer, Deutschland zu schlagen. Gegen Frankreich haben wir bewiesen, dass wir mit dem Weltmeister auf Augenhöhe sind“, meinte sie. Ob sie auch noch nach Köln kommt, ließ sie offen. Klar: Die WM ist ein großes Forum. Man begegnet sich, tauscht sich aus. Frage: Frau Kettemann, trafen Sie sich auch mit anderen Managern und Spielerberatern? „Selbstverständlich, das bleibt bei solchen Besuchen überhaupt nicht aus und ist ein angenehmer Nebeneffekt“, erklärte Jennifer Kettemann. Für die Eulen Ludwigshafen sind Teammanager Philipp Grimm und Co-Trainer Frank Müller in Köln, berichtete Geschäftsführerin Lisa Heßler. Sie selbst würde nach Hamburg und Herning reisen – im Fall eines Falles ...

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