Sport wm-magazin: Platz zwei könnte Belgien besser passen

Der Urinstinkt von Leistungssportlern und Profifußballern ist das Streben nach Siegen. Eigentlich. Im sportlich eher nebensächlichen Duell zwischen England und Belgien könnte das heute (20 Uhr) etwas anders aussehen. Die beiden WM-Mitfavoriten haben mit jeweils sechs Punkten und 8:2 Toren bereits das Achtelfinale erreicht. Das direkte Duell gerät zu einem Wettkampf der anderen Art: Wie schone ich am besten meine wichtigsten Spieler? Und vielleicht sogar: Wie kann ich am besten den Gruppensieg abschenken, ohne dass es besonders auffällt? Der Sieger gewinnt die Gruppe G, aber was ist, wenn das gar keiner will? Dabei geht es weniger um den Achtelfinalgegner. Aber der Gruppenzweite hat zwei Vorteile: Er hat einen Tag mehr frei bis zum nächsten Spiel und die bessere Reiseroute. Wird Belgien Erster, heißt der Weg bis in ein mögliches Finale Rostow, Kasan und St. Petersburg. Wird Belgien Zweiter, lautet er Moskau, Samara, Moskau. Unschwer zu erraten, was die „Roten Teufel“ mit ihrem Trainingscamp direkt vor den Toren Moskaus bevorzugen. Trainer Roberto Martínez schloss jedenfalls eine Komplettrotation mit elf Wechseln nicht aus. Englands Nationaltrainer Gareth Southgate hingegen wird wohl Torjäger Harry Kane bringen.