Fußball
Wie der SV Waldhof Mannheim in der Dritten Liga bleiben kann
Der erste Akt im Showdown um den Verbleib in der Dritten Liga steht bereits an diesem Freitag an. Dann treffen am vorletzten Spieltag die beiden Hauptkonkurrenten des SV Waldhof Mannheim, Borussia Dortmund II und der VfB Stuttgart II, aufeinander. Am Samstag hat der Waldhof Tabellenführer Dynamo Dresden zu Gast (14 Uhr).
Die drei Tabellennachbarn haben jeweils 43 Punkte, die Platzierung vor dem 37. Spieltag wird durch das Torverhältnis bestimmt. Da haben die „Buwe“ (Tordifferenz: -2) auf Platz 15 die Nase vorn. Der VfB (-11) hat im Vergleich zum Waldhof, aber auch zum BVB (-5) das mit etwas Abstand schlechteste Torverhältnis und steht daher mit Rang 17 auf dem ersten Abstiegsplatz. Doch was heißt das schon, wenn der Druck auf die Teams groß ist und die Nerven blank liegen. So wurde beim BVB Trainer Jan Zimmermann am Montag entlassen und durch U19-Trainer Mike Tullberg ersetzt, der in dieser Saison schon in der Bundesliga als Interimscoach ausgeholfen hat.
Selbst vier Punkte reichen sehr wahrscheinlich
Wie bleibt der Waldhof in der Liga? Gewinnt der Waldhof, bei dem der Einsatz von Lukas Klünter und Julian Rieckmann am Samstag fraglich ist, das Spiel gegen Dresden und auch das letzte Saisonspiel beim Tabellenzweiten Arminia Bielefeld, dann ist der Klassenverbleib locker gesichert, weil sich der BVB und der VfB gegenseitig die Punkte wegnehmen.
Holt der Waldhof in den beiden Spielen insgesamt vier Punkte, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die „Buwe“ auch in der kommenden Saison in der Dritten Liga spielen. Gewinnt eine der beiden Mannschaften am Freitag, dann würde der Waldhof mit den vier Punkten in jedem Fall drinbleiben. Geht das Spiel hingegen Unentschieden aus, müssten am letzten Spieltag der BVB beim 1. FC Saarbrücken und der VfB gegen Rot-Weiss Essen gewinnen. Und vor allem müssten die Schwaben dabei etliche Tore schießen, um das schlechtere Torverhältnis gegenüber dem Waldhof auszugleichen.
Viel hängt am Torverhältnis
Gewinnt Mannheim nur eines der beiden Spiele, wird es schon komplizierter. Geht das Spiel am Freitag unentschieden aus, müssten sowohl der BVB als auch der VfB am letzten Spieltag gewinnen, um noch am Waldhof vorbeiziehen zu können. Denkbar ist auch, dass alle drei Mannschaften jeweils ein Spiel gewinnen – dann hängt der Ausgang der Runde wieder vom Torverhältnis ab – und da hat der Waldhof die besten Karten.
Holt Mannheim in den beiden restlichen Spielen zwei Unentschieden, dann dürften Dortmund und Stuttgart nicht mehr gewinnen. Erreichen sie auch zwei Remis, bleibt Mannheim aufgrund des besten Torverhältnisses der drei Teams in der Liga.
Selbst null Punkte könnten gerade noch reichen
Schafft der Waldhof nur einen Punkt und sowohl der BVB als auch der VfB holen je zwei Remis oder mindestens ein Sieg, dann wäre der Waldhof nach sechs Jahren wieder Regionalligist.
Geht der Waldhof komplett leer aus, hat er nur noch eine geringe Chance. Holen Dortmund und Stuttgart beide auch nur einen Punkt, wäre der Waldhof abgestiegen. Einzige Variante in diesem Fall für Mannheim, um drin zu bleiben: Entweder der BVB oder der VfB verliert beide Spiele und kann dabei aufgrund der schlechteren Tordifferenz nicht mehr am Waldhof vorbeiziehen.