Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Was für ein Fehlerfestival bei den Rhein-Neckar Löwen

Stark: Jon Lindenchrone setzt sich gegen Löwen-Spieler Juri Knorr durch.
Stark: Jon Lindenchrone setzt sich gegen Löwen-Spieler Juri Knorr durch.

Die Rhein-Neckar Löwen haben das Bundesliga-Spiel bei Frisch Auf Göppingen gestern Abend 28:30 (14:16) verloren. Wie unnötig.

Die Gastgeber waren in beiden Durchgängen zunächst agiler. Sie schienen die Löwen sofort überrennen zu wollen. Nach sieben Minuten stand es 6:2. Die Löwen war im Angriff unkonzentriert. Trainer Ljubomir Vranjes bat zur Auszeit, wies seine Mannschaft darauf hin, bloß keine Gegenstöße zuzulassen. Die kurze Ansprache zeigte Wirkung. Die Löwen fanden nun in die Partie, auch weil es Juri Knorr besser machte als Niclas Kirkelökke. Beim 12:12 waren die Löwen dran, Juri Knorr nahm sich dann völlig überhastet drei Würfe.

Göppingen mit Personalproblemen

Frisch Auf spielte stark ersatzgeschwächt, nach den Verletzungen der Asse Sebastian Heymann und Kevin Gulliksen fehlten noch vier Spieler, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Göppingen bleibt im Rennen um einen Europapokal-Platz.

Nach dem abermaligen Fehlstart kämpften sich die Löwen wieder heran, ihnen gelang bei 20:20 der Ausgleich. Der Torhüter-Tausch, Mikael Appelgren für Joel Birlehm, brachte nichts. Die Löwen lebten von dem glänzend aufgelegten Andy Schmid, Niclas Kirkelökke steigerte sich.

Fehler über Fehler

Schlecht: Der eingewechselte Ilija Abutovic kassierte rasch hintereinander zwei Zeitstrafen. Kurz: Die Löwen schafften es einfach nicht, in Führung zu gehen – die Möglichkeiten dazu hatten sie. Unglücklich: Jannik Kohlbacher beging zunächst ein Stürmerfoul, scheiterte dann am überragenden Keeper Daniel Rebmann. Benjamin Helander plumpste der Ball auf den Fuß. Und dann ließ Ymir Gislason auch noch den Ball fallen beim Gegenstoß. Zu viel, das alles! Was für ein Fehlerfestival. „Wir haben dämliche Fehler gemacht“, meinte Andy Schmid. Nach drei Wochen Pause fehlte der Rhythmus.

Große Verabschiedung

Verabschiedet werden am Mittwoch nach dem letzten Heimspiel gegen den THW Kiel neben Andy Schmid noch Trainer Ljubomir Vranjes, Mait Patrail, Ilija Abutovic und Nikolas Katsigiannis. Der frühere Trainer Klaus Gärtner hat nach Darstellung der Löwen gebeten, ihn weiter aus dem Rampenlicht zu lassen.

So spielten sie

Frisch Auf Göppingen: Rebmann, Buchele - Lindenchrone Andersen (6), Smarason (6), Sarac (2) - Strandgaard, Schiller (6/3) - Kozina (4) - Bagerstedt (1), Zelenovic (3), Kneule (1), Neudeck (1)

Rhein-Neckar Löwen: Birlehm, Appelgren - Kirkelökke (2), Lagergren (2), Schmid (10/5) - Groetzki (6), Helander (5) - Kohlbacher (3) - Patrail, Gislason, Abutovic

Spielfilm: 6:2 (7.). 7:5 (12.), 9:7 (18.), 12:12 (24.), 15:13 (27.), 16:14 (Halbzeit), 18:15 (34.), 20:18 (38.), 22:22 (44.), 24:24 (47.), 26:26 (52.), 26:26 (55.) - Siebenmeter: 4/3 - 5/5 - Zeitstrafen: 3/4 - Beste Spieler: Rebmann, Smarason - Schmid, Birlehm - Zuschauer: 4000 - Schiedsrichter: Kern/Kuschel (Bellheim/Karlsruhe)

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