Eishockey
Warum ein Adler-Sieg wichtig für die Köpfe wäre
„Oft genug haben wir nach einer Niederlage eine Reaktion gezeigt“, weiß Stürmer Stefan Loibl. Und er dürfte auch wissen: Ab 20. April, wenn die in dieser Corona-Saison arg verkürzten Play-offs beginnen, wird das wichtiger denn je sein. Denn im Modus „best of three“ sind zwei Niederlagen in Folge schlichtweg das Aus. Das klingt im Fall der Adler, die von 32 Saisonspielen 26 gewonnen haben, so fern, so abwegig. Aber auch dem Titelfavoriten wurde jüngst aufgezeigt, dass Fallstricke lauern.
Probleme mit Bremerhaven
Nehmen wir doch mal Bremerhaven. Die Pinguins als Angstgegner zu bezeichnen, wäre sicher übertrieben. Aber Fakt ist: Inklusive des Vorbereitungsturniers haben die Adler alle drei Partien gegen Bremerhaven verloren, im hohen Norden sogar heftig (2:6, 0:5). Nun also am Montag das 1:2 im Heimspiel. „Wir wollten die Mannschaft unbedingt schlagen“, gesteht Trainer Pavel Gross, aber die Frische für den letzten Schritt in 50:50-Situation, die habe eben gefehlt. Nachvollziehbar beim aktuellen Stressprogramm. „Gar kein Vorwurf“, sagt da selbst der Coach.
Gleichwohl wird er vor der Donnerstagspartie bei den Kölner Haien (18.30 Uhr) jene Reaktion einfordern, die Stefan Loibl ansprach. Um allen klarzumachen: zweimal in Folge verlieren ist verboten. Was das Bremerhaven-Problem nicht löst, das wird Gross noch mal anders angehen. Schließlich ist absehbar, dass die Pinguins der Halbfinalgegner in den Play-offs sein könnten. Aber da gebührt erneut Loibl das optimistische Schlusswort: „Ich bin sicher, dass wir auch die schlagen können.“