Eishockey
Warum die kleine Serie der Adler Mannheim schon vorbei ist
Nun ist es also doch passiert: Acht Monate und 30 Pflichtspiele nach der letzten „Zu-Null“-Niederlage traf es die Adler am Dienstagabend wieder. Dabei hatten die Gäste durchaus Möglichkeiten, den Puck an Henrik Haukeland im Tor der DEG vorbeizubringen. „Wir hatten einige gute Ansätze, aber nicht das nötige Glück“, haderte Adler-Goalie Arno Tiefensee.
Dabei dachte der Youngster wohl an eine Szene aus der 35. Spielminute. Nach schönem Zuspiel von Borna Rendulic hatte Sturmreihenkollege Ryan MacInnis einen Treffer auf seiner Kelle. Er war bereits vorbei an Haukeland und musste den Puck eigentlich nur noch über die Linie drücken, als der Goalie der DEG seinen linken Schoner ausfuhr und das Tor verhinderte – eine unglaubliche Parade des ehemaligen Münchners. In der 16. Minute wäre der Norweger beim Abschluss von Adler-Stürmer Matthias Plachta geschlagen gewesen, dessen Versuch landete jedoch am Gestänge. Der Kasten war für die Gäste wie vernagelt.
Trotz Niederlage eine Steigerung
„Ich finde, wir haben gut gespielt. Aber es ist schwer, zu gewinnen, wenn du keine Tore erzielst“, machte Abwehrspieler Matt Donovan deutlich, wo an diesem Abend die Probleme der Adler lagen. Auch Teamkollege Tiefensee war, abgesehen vom Ergebnis, zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. Er sah eine Steigerung zur wohlgemerkt gewonnenen Partie am vergangenen Sonntag bei den Grizzlys Wolfsburg. Eine Steigerung, die ja angestrebt worden war.
Tiefensee selbst war beim einzigen Tor des Tages durch Josef Eham macht- und schuldlos. Viel los war beim Schuss von Alexander Blank vor dem Tor des Goalies, der die Scheibe nicht sah. Eham stand goldrichtig und staubte ab (3.). Es war der frühe Gegentreffer – das erste und letzte Tor des Tages. „Ich bin zufrieden damit, dass wir bei einem Auswärtsspiel nur ein Gegentor kassiert haben“, sagte Bill Stewart. Die Defensivleistung seines Teams war für den Trainer also okay. Anders seine Einschätzung zur offensiven Spielweise der Adler: „Wir haben zu wenige Chancen kreiert. Da haben noch Arbeit vor uns.“
Das „Spiel der leuchtenden Herzen“
Bereits am Freitag (19.30 Uhr) in der stimmungsvollen Heimpartie gegen die Straubing Tigers haben die Mannheimer die Chance, es im Angriff besser zu machen. Es ist das traditionelle „Spiel der leuchtenden Herzen“ kurz vor Weihnachten. Das Gute für Stewarts Team: Haukeland ist nicht im Straubinger Gehäuse ...