Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Tolle Stimmung bei tollem Sport

Ackermann-Autogramme sind begehrt.
Ackermann-Autogramme sind begehrt.

Der Radsport in Deutschland gewinnt wieder an Ansehen, auch weil das deutsche Team Bora-hansgrohe um Politt und Ackermann viel dazu beiträgt.

Man sieht und hört, wie beliebt der Radsport in Deutschland wieder ist und wie rasant er in die Herzen der Fans fährt. Trotz der Hindernisse, die das Coronavirus mit sich bringt. Die Fahrer machen ihre Tests, sie werden mehr oder weniger abgeriegelt, sie fühlen sich sicher. „In jedem Start- und Zielort, an jedem Berg standen Leute, die sich freuten und begeistert waren“, bemerkte der Queidersbacher Niklas Märkl. Die Stimmung war großartig, gerade auch in Nürnberg. Offenbar sehnen sich die Menschen nach Spektakel, der sicher große und teure Aufwand der Teams hat durchaus etwas Zauberhaftes. Das ist die Botschaft dieser Deutschland-Tour über die sportliche Entscheidung hinaus: Es muss wieder möglichst normal weitergehen im Sport – in der Spitze und in der Breite.

Natürlich stand der Sport im Mittelpunkt. Das deutsche Team Bora-hansgrohe, das unter den Fans hohe Sympathiewerte pflegt, musste bis zum letzten der 722 Kilometer kämpfen, das Sekundenspiel hielt bis auf die Ziellinie an. Schließlich entschied der Norweger Alexander Kristoff das deutsche Duell zwischen Politt und Ackermann – zuungunsten des Pfälzers, der ihn in der kommenden Saison bei UAE Emirates beerben wird.

Ackermann fuhr ein großartiges Rennen

Für einen Sprinter wie Ackermann ist eigentlich ein Rundfahrt-Gesamtsieg fast undenkbar. Aber er war so nah dran. So nah wie nie. Auf vier Etappen belegte er die Plätze 1, 2, 3 und 4, fuhr ein großartiges Rennen, musste schwer kämpfen, verlor mal den Anschluss und kämpfte sich wieder ran. Letztlich entschied der Bandenrempler im Finale der dritten Etappe die Tour. Schade eigentlich.

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