Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Starke Leipziger siegen in Hoffenheim

FreudentanzChristopher Nkunku (rechts) feiert mit den Kollegen den Treffer zum 1:2, der RB Leipzig auf die Siegerstraße führte.
FreudentanzChristopher Nkunku (rechts) feiert mit den Kollegen den Treffer zum 1:2, der RB Leipzig auf die Siegerstraße führte.

RB Leipzig ist im Moment nicht zu stoppen. Bei der TSG 1899 Hoffenheim gelingt den Sachsen ein vollauf überzeugender 3:1-Sieg. Eine schwere Verletzung betrübt die Gastgeber.

RB Leipzig hat den Schwung aus der Champions League mit in die Bundesliga genommen – auch ohne den verletzten Nationalstürmer Timo Werner. Am Samstag dominierte die Mannschaft das Spiel bei der TSG 1899 klar. Selten in den vergangenen Jahren war eine Mannschaft derart überlegen in der Sinsheimer Arena wie die Leipziger.

Real Madrid, zwischendurch Bayer Leverkusen, Schachtar Donezk, der Nächste bitte. Früh ging RB vor 23.127 Zuschauern in Führung. Christopher Nkunku zirkelte in der 17. Minute einen Freistoß ins Tor der Gastgeber, vier Minuten zuvor foulte Dennis Geiger Dominik Szoboszlai, Geiger war der Ball vor dem eigenen Strafraum versprungen.

Prömel verletzt raus

Vier Minuten zuvor? Genau, die Spieler mussten warten, bis Nkunku zur Tat schreiten konnte, denn Grischa Prömel lag verletzt in der anderen Spielhälfte, wurde behandelt und schließlich von den Sanitätern abtransportiert. Der 27-Jährige zog sich eine Fraktur des Knöchels zu. Er wurde noch am Abend operiert. Wie unglücklich: Mitspieler Christoph Baumgartner grätschte im Eifer des Gefechts in ihn hinein, Prömel deutete sofort an, dass er schwerer verletzt ist, und bat um eine Trage. Auch diese Verletzung kurz vor der WM hat eine tragische Komponente. Der Mittelfeldspieler steht dem Vernehmen nach auf der erweiterten Liste von Bundestrainer Hansi Flick für die WM in Katar. „Es tut mir extrem leid. Grischa und ich sind Spieler, die mit allem, was sie haben, in die Duelle gehen. Für das Spiel haben wir uns etwas anderes vorgenommen“, sagte Baumgartner.

Trainer André Breitenreiter bilanzierte: „Ein trauriger Tag.“ Er brachte für den verletzten Prömel mit Andrej Kramaric gleich einen offensiveren Spieler, an der Dominanz der Gäste änderte sich nichts. Es war eine Wonne, Dani Olmo, Christopher Nkunku und Dominik Szoboszlai zuzuschauen, wie sie sich durch die Hoffenheimer Reihen kombinierten. Der folgende Treffer der Leipziger zählte nicht, das fein herausgespielte 2:0 von Dani Olmo wurde via Videobeweis zurückgenommen, die Videoassistenten Christian Dingert und Christian Gittelmann sahen Vorbereiter Nkunku im Abseits.

Olmos Traumtor

Auch als Hoffenheim den überraschenden Ausgleich erzielte, David Raum ließ Georginio Rutter aus den Augen und nach Flanke von Angelino köpfte der Franzose in der 50. Minute das 1:1, änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen in Sinsheim. Leipzig ließ es laufen. Sieben Minuten später schoss Christopher Nkunku den Champions-League-Achtelfinalisten wieder in Führung. Hoffenheim hatte ein wenig mehr vom Spiel, Leipzig nutzte den freien Raum und schaffte durch Dani Olmo den dritten Treffer. Der Spanier erzielte in der 69. Minute wieder ein Traumtor, das diesmal zählte.

„Leipzig spielt schnörkellos nach vorne. Wir sind gut aus der Kabine bekommen, wurden für unseren Fehler bestraft“, erklärte TSG-Abwehrchef Kevin Vogt. Das 1:3 war die dritte Heimniederlage in Folge für Hoffenheim. Leipzig dagegen ist wettbewerbsübergreifend nun schon elf Spiele in Folge unbesiegt, feierte in Sinsheim den ersten Bundesliga-Auswärtssieg der Saison. „Es war ein wichtiger und verdienter Sieg. Die Jungs haben durchgezogen“, meinte RB-Trainer Marco Rose.

TrauermarschDer verletzte Grischa Prömel verlässt auf der Trage das Spielfeld. Dies ist das WM-Aus für den Hoffenheimer Mittelfe
TrauermarschDer verletzte Grischa Prömel verlässt auf der Trage das Spielfeld. Dies ist das WM-Aus für den Hoffenheimer Mittelfeldspieler.
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