Fussball
Oberliga: TuS Mechtersheim gewinnt 1:0 in Dudenhofen
Kaum Torchancen, wenig spielerische Elemente, viel Kampf und Krampf. Das Oberligaderby zwischen dem FV Dudenhofen und dem TuS Mechtersheim enttäuschte am Dienstagnachmittag. Und so war es am Ende ein unglücklich abgefälschter Weitschuss von Mechtersheims Kaan Özkaya, der kurz nach der Halbzeitpause das Spiel der Nachbarvereine entschied (49.). Die Begegnung war mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen worden, da um 14.30 Uhr immer noch Zuschauer an den Kassen auf Eintritt warteten. Am Ende meldete der FV Dudenhofen 880 Fußballbegeisterte.
Die Begeisterung schwappte nur zum Teil auf das Spielfeld. Die 22 Akteure waren an diesem Tag vor allem mit sich selbst beschäftigt. „Wir haben heute die Basics abgerufen, weil wir wussten, dass Dudenhofen das auch tun wird“, erklärte Mechtersheims Ralf Gimmy nach dem Abpfiff. Gemeint mit diesen Grundlagen waren Laufbereitschaft und Zweikampfstärke.
Eine Flut von Gelben Karten
Und beide Mannschaften demonstrierten vor allem in der ersten Hälfte, dass sie gewillt waren, den jeweiligen Strafraum mit allen Mitteln zu verteidigen. Wenn es sein muss auch mit unlauteren Mitteln. Anders lässt sich die Flut an Gelben Karten an diesem Tag – der Schiedsrichter zeigte ein Dutzend Kartons, die beiden Trainer inklusive – nicht erklären. Dass am Ende beide Teams vollzählig die Begegnung beendeten, grenzte an ein Wunder.
Apropos Wunder. Das hätte an diesem Tag vor allem der FV Dudenhofen gebraucht. Der Mannschaft von Trainer Steffen Litzel, der aus Personalnot gemeinsam mit Spielleiter Florian Kober auf der Auswechselbank Platz nahm, war vom Einsatz her kein Vorwurf zu machen. Aber im letzten Drittel des Spielfelds fehlten Zutrauen, Präzision und Abstimmung. „Wir haben einfach noch einmal einen Querpass gespielt oder versucht, den Nebenmann mit einem Chipball zu bedienen“, kritisierte er die fehlende Zielstrebigkeit.
„Ohne zwingende Torchance verlierst du eben“
Allerdings arbeitete sich Dudenhofens Offensive zunehmend an der gut eingestellten Mechtersheimer Fünferkette ab. „Ja, wir haben viele Verletzte“, stellte Litzel fest, der den angeschlagenen Steffen Straub nach 56 Minuten aufs Feld schickte. An diesem Tag sollte jedoch nichts gelingen. „Wenn du am Ende keine zwingende Torchance hast, verlierst du eben in der Oberliga. Das ist dann auch ein Qualitätsproblem“, haderte der FV-Übungsleiter.