Kommentar
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Wie konnte es soweit kommen? Warum ist das Verhältnis zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic so zerrüttet? Gibt es noch eine Basis?
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Der FC Bayern München gibt ein trauriges Bild ab in diesen Tagen. An allen Fronten. So viele Bosse, so wenig Linie. Vergangene Woche gab der Verein bekannt, dass der Vertrag mit Jérôme Boateng definitiv nicht verlängert wird. Kann man machen. Aber muss das einige Stunden vor dem Spiel gegen Paris Saint-Germain publik werden? Schäbig. Uli Hoeneß spricht Boateng als RTL-Experte die Qualität ab, noch einmal Nationalmannschaft zu spielen. Das ist ungeheuerlich. Hansi Flick, der Trainer, war nicht amüsiert. Dessen Konflikt mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic belastet den Klub. Ein „Weiter so“ scheint nicht möglich, auch wenn dies Präsident Herbert Hainer am Sonntag nicht ausschloss. Sechs Titel haben Flick selbstbewusst gemacht, und hinlänglich bekannt ist ja auch, dass Oliver Bierhoff sich Flick gut als Bundestrainer vorstellen kann. Hasan Salihamidzic wird von Uli Hoeneß protegiert. Auch der FC Bayern muss wegen der Corona-Krise sparen, deswegen war eine Verpflichtung von Kai Havertz (nach Leroy Sané) nicht machbar. Auch Coutinho wäre nur in einer vergleichbaren Größenordnung weiter zu haben gewesen, Thiago bat um die Freigabe, für Ivan Perisic kam Sané.
Gerade scheint nicht erkennbar, wie der FC Bayern heil durch diese Woche kommen will. Das Verletzungspech hat zugeschlagen, Paris wird morgen wieder seine Räume bekommen. Und am Samstag wartet der ausgeruhte VfL Wolfsburg. Vielleicht waren die vergangenen Tage nur die Ruhe vor dem Sturm. Trotz fünf Punkten Vorsprung vor RB Leipzig ist das Rennen noch nicht gelaufen.