Kommentar
Messis Tun ist grenzwertig
Was in der ganzen Diskussion um den wechselwilligen Weltklassespieler zu kurz kommt: Kann man seinem Verein ade sagen, wenn der Klub gerade die größte Krise seiner jüngeren Geschichte durchmacht? Wenn die Schulden aberwitzig hoch sind? Kann man seine Mannschaft im Stich lassen, wenn sie gerade in der Champions League eine 2:8-Klatsche kassiert hat?
Eigentlich kann man das nicht. Aber Lionel Messi, der in den vergangenen Jahren wie kein anderer den FC Barcelona symbolisierte, hat genau das vor. Er will wechseln. Der Kapitän geht als Erster von Bord, nach einer, sagen wir, sehr diskreten Leistung während der Abreibung gegen den FC Bayern. Loyalität in schweren Zeiten, das ist nicht sein Thema.
Hauptsache weg
Manchester City, Juventus Turin, Paris Saint-Germain. Hauptsache weg. Barça träfe ein Wechsel des Superstars gleich zweimal: Der Klub verlöre einen Top-Spieler, und er verlöre an Renommee. Gleichwohl wurde Messis Rolle in den vergangenen Jahren immer dominanter. Mehr als ein Klub, so bezeichnet sich der FC Barcelona. Weniger Messi könnte auch eine Chance sein. Bleibt es bei der Ablöse von 700 Millionen, hat sich das Thema rasch erledigt.