FUSSBALL
„Merkt euch das Gesicht“ – neuer Verbandsliga-Leiter vorgestellt
Bei der Vorrundenbesprechung in Schifferstadt informierte Staffelleiter Lothar Renz darüber, dass er dieses Amt an Klaus Karl abgegeben hat. „Merkt euch das Gesicht“, sagte Lothar Renz, der scheidende Verbandsliga-Klassenleiter, augenzwinkernd und deutete auf seinen neben ihm sitzenden Nachfolger Klaus Karl. Renz, der die Klasse vier Jahre lang geführt hat, stieg zum Vorsitzenden des Verbandsspielausschusses auf und hat jetzt andere Aufgaben.
Der 63-jährige Ruheständler Karl aus Weingarten ist ein erfahrener Mann. Er ist langjähriger Vorsitzender des Kreises Rhein-Mittelhaardt und war neun Jahre lang Staffelleiter der Bezirksliga Vorderpfalz. Nicht nur für die Delegierten der Vereine brechen neue Zeiten an, auch Karl wird sich umstellen müssen. Darauf deutet ein Satz hin, den er nach der Sitzung sagte: „Mit so viel Gegenwind hätte ich nicht gerechnet.“ Damit bezog er sich auf eine Idee, die von einem Teil der Vereinsvertreter abgelehnt wurde und somit nicht umgesetzt werden konnte.
„Eine Runde zum Vergessen“
Die Hauptrunde der beiden je neun Mannschaften umfassenden Staffeln mit 18 Spieltagen endet am 12. Dezember. Die jeweils ersten vier Teams der Tabelle spielen ab Anfang März in der Aufstiegsrunde weiter, die anderen Mannschaften kommen in die Abstiegsrunde. Wenn der Vierte und Fünfte punktgleich sind und auch der direkte Vergleich nicht hilft, gibt es ein Entscheidungsspiel. Das muss noch im Dezember ausgetragen werden, damit die Fortführung der Saison in Auf- und Abstiegsrunde geplant werden kann. Karl bot den Vereinen an, die beiden Dezember-Spieltage im August und September unter der Woche auszutragen, um mehr Luft zu haben für Partien, die witterungsbedingt ausfallen und um ein mögliches Entscheidungsspiel austragen zu können. Einige argumentierten, dass es unter der Woche schwierig sei, weil Spieler arbeiten müssen und die Anreisen mitunter zeitintensiv sind.
Renz hielt seinen Rückblick knapp: „Das war eine Runde zum Vergessen. Wir alle möchten eine solche Spielzeit nicht noch einmal erleben.“ Deshalb habe der Verband 2021/22 vorsichtig geplant. Das heißt, zwei Staffeln mit denselben Mannschaften wie im Jahr zuvor. Dies hat zur Folge, dass weniger Spieltage zu absolvieren sind. „Die Corona-Hygienekonzepte sind nicht vom Tisch, sie haben weiter Gültigkeit und müssen eingehalten werden“, mahnte Renz. Aus Gründen der Pandemie sei zudem ein ausreichend großer Zeitpuffer zwischen zwei Spielen einzuplanen. Die Eintrittspreise betragen unverändert sechs Euro sowie vier Euro für die ermäßigte Karte. Die Verbandsligisten steigen am 8. September in der vierten Runde in den Verbandspokal ein.
Handspiel: Kriterium Absicht im Vordergrund
Thorsten Braun, Schiedsrichterobmann des SWFV, informierte über neue Auslegungen des Handspiels: „Das Kriterium Absicht rückt mehr in den Vordergrund. Zudem endet der strafbare Bereich nicht mehr an der T-Shirt-Linie, sondern wie früher an der Achselhöhle.“ Wichtig: Wenn ein Spieler vor der Torerzielung den Ball unabsichtlich mit Hand spielt, zählt der Treffer weiterhin nicht. Wenn aber nach dem unabsichtlichen Handspiel ein Mitspieler den Ball ins Tor schießt, ist es anzuerkennen.