Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Mark Katic von den Adler Mannheim über sein härtestes Jahr

Glückloses Comeback Verteidiger Mark Katic (links) mit Markus Eisenschmid .
Glückloses Comeback Verteidiger Mark Katic (links) mit Markus Eisenschmid .

Adler-Verteidiger Mark Katic berichtet von seiner Quarantäne - Mannheim trifft heute auf Ingolstadt

Vier Wochen musste er zusehen. Vier Wochen fehlte der „Quarterback“ im Powerplay der Adler Mannheim. Am Freitagabend war es dann soweit. Bei der 2:4-Niederlage gegen die Düsseldorfer EG feiere Adler-Verteidiger Mark Katic sein Comeback auf dem Eis. Noch lief zwar nicht alles rund beim wendigen Verteidiger, doch der Kanadier ist froh, wieder mit dabei zu sein.

Gewohnte Körpertäuschungen

Schon zu Beginn der Partie zwischen den Adlern und der Düsseldorfer EG fiel er durch seine gewohnten Körpertäuschungen auf. Es schien so, als wäre Katic nie weggewesen. Dabei fehlte der Kanadier dem Team von Pavel Gross durch eine Coronainfektion rund einen Monat. Die Erkrankung hat der Kanadier, zumindest physisch, gut überstanden – vergessen hat er sie jedoch nicht.

Mittlerweile sei er wieder bei 100 Prozent, sagte der 32-Jährige. „Ich fühle mich super. Ich bin über die Verletzungen und auch Corona hinweg“, berichtet Katic. Für ihn sei es das härteste Jahr gewesen, seitdem er im Sommer 2018 aus Schweden nach Mannheim kam, erklärte der Defender. Die Zeit in der Quarantäne war für den Familienvater alles andere als einfach.

Mulmiges Gefühl

„Ich habe eine kleine Tochter und da war es schwierig, sie auf Trab zu halten, ohne das Haus verlassen zu können“, verriet der Verteidiger. Mittlerweile ist das natürlich wieder möglich. Doch Katic blickt mit einem mulmigen Gefühl zurück auf diese Zeit, die ihn noch immer nachdenklich stimmt. „Für mich geht es nun, darum es zu genießen, auf dem Eis zu stehen, denn die Dinge ändern sich dramatisch, und du weißt nie, wann dein letzter Tag ist“, machte Katic deutlich, wie ernst er die Infektion nimmt.

Ernst war auch sein Coach, Pavel Gross, am Abend nach der Niederlage. Ihm fehlte bei der Heimpleite gegen die DEG vor allem die Entschlossenheit und der Wille. „Wenn wir denken, dass wir die einfach überspielen können, liegen wir falsch“, ärgerte sich der Coach. An Chancen hatte es den Hausherren jedoch nicht gemangelt. Das weiß auch Katic. „Wir haben die Offensive, um aus dem Loch heraus zu kommen und wieder Spiele zu gewinnen“, ist sich der Verteidiger sicher. Spiele, in denen der Puck mal nicht über die Linie geht, gebe es immer, sagte der Kanadier.

Bereits heute Nachmittag (16.30 Uhr) haben die Adler wieder die Chance das Tor zu treffen. Dann ist das Team von Gross zu Gast in Ingolstadt.

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