Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Mannheimer Adler stehen mit dem Rücken zur Wand

Mehr Tore fordert Florian Elias von den Mannheimer Adlern. Er geht mit gutem Beispiel voran – in Spiel zwei gegen die Eisbären B
Mehr Tore fordert Florian Elias von den Mannheimer Adlern. Er geht mit gutem Beispiel voran – in Spiel zwei gegen die Eisbären Berlin gelang ihm sein erster Treffer in den Play-offs.

Die Adler Mannheim müssen nach zwei Niederlagen das dritte Halbfinale bei den Eisbären Berlin gewinnen, sonst sind sie raus. Das wollen sie unbedingt verhindern.

Es war ein gutes, vielleicht ein sehr gutes zweites Halbfinalspiel, das die Adler Mannheim am Freitagabend absolvierten. 48 Minuten lang war das Team von Trainer Bill Stewart dem amtierenden Deutschen Meister, den Eisbären Berlin, mindestens ebenbürtig. Doch am Ende stand ein 3:6, die Adler liegen in der Halbfinalserie 0:2 zurück. Vor dem dritten Spiel am Sonntagnachmittag (17 Uhr) heißt es nun: siegen oder fliegen. Denn eine weitere Niederlage in der Hauptstadt würde das Aus in den Play-offs bedeuten.

Zwei Gegentore in 17 Sekunden

In Spiel zwei gegen die Eisbären passierte es Mitte des letzten Drittels. „Wir haben 2:1 geführt, uns aber durch die Strafe selbst ins eigene Bein geschossen“, haderte Stewart. Sein Team bekam in Unterzahl den Ausgleich und plötzlich änderte sich das Spiel. Es war der „Momentum Swing“, wie es der Adler-Coach formulierte. „Das darf nicht passieren. Wir waren unkonzentriert, nicht richtig im Spiel“, ärgerte sich auch Youngster Florian Elias. Infolgedessen machten die Gäste das Spiel und gingen durch einen Doppelpack binnen 17 Sekunden in Führung. Davon erholten sich die Mannheimer nicht mehr und stehen nun im dritten Spiel der Serie mit dem Rücken zur Wand. Aber mit dem möglichen Saisonende nach drei Spielen möchten sich die Adler noch nicht auseinandersetzen.

„Wir bluten etwas, aber wir werden bereit für das Spiel sein“, verspricht Stewart. Dann gilt es, die Leistung aus den zweieinhalb Dritteln von Freitag das ganze Spiel über auf das Eis zu bringen – und mehr Tore zu schießen. Die Möglichkeiten waren bereits am Freitag im ersten Drittel zur Genüge da; nur genutzt haben sie die Spieler nicht. Das sah auch Elias so.

Tore erzwingen

„Wir müssen mehr zum Tor gehen. Das Ding über die Torlinie bringen, es erzwingen. Damit wir die Tore schießen, um das Spiel zu gewinnen“, fordert der Youngster. Er selbst hatte die Adler mit seinem zwischenzeitlichen Treffer zum 2:1 in Führung gebracht und gezeigt, wie es funktionieren kann. Für Elias war es zudem sein erster Treffer in den Play-offs.

Richtig freuen konnte sich der 19-Jährige nach der Partie darüber jedoch nicht. „Mein Treffer war gut, ich habe mich gefreut, aber schlussendlich bringt der Treffer auch nichts, wenn wir am Ende verlieren“, sagt Elias, der selbst 21 Spiele lang nicht getroffen hatte. Doch das Toreschießen sei nicht der einzige Knackpunkt im Spiel seiner Adler.

Eisbären schalten besser um

„Das Transition-Spiel der Eisbären ist besser als bei uns“, sagt der Mann mit der Nummer 77 auf dem Rücken und meint das Umschaltspiel des Gegners. „Wir wissen das und müssen daran arbeiten und im Video noch besprechen.“ Wie so häufig sind es die Kleinigkeiten, die den Erfolg ausmachen. Das war bereits in Spiel eins der Serie so und wiederholte sich am Freitagabend.

Am Sonntag soll das Pendel dann in Richtung Adler schwingen. „Wir greifen am Sonntag wieder an“, verspricht Elias und verabschiedet sich mit den Worten „Ja, bis Dienstag“, und verweist damit auf eine mögliche vierte Begegnung im Halbfinale zwischen den Adlern und den Eisbären in der SAP-Arena. Das würde jedoch voraussetzen, dass Mannheim in Berlin gewinnt.

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