FCK
Kribbeln am „Betze“: Mehr Spitzenspiel geht nicht
Zweiter gegen Erster, beste Defensive gegen beste Offensive, ein seit zehn Partien ungeschlagenes Team gegen eines, das seit elf Spielen ohne Niederlage ist: Das Gipfeltreffen auf dem Betzenberg zwischen den beiden so formstarken Top-Drittligisten zieht viele Fußballfans vor allem in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt in seinen Bann.
Wenn der 1. FC Kaiserslautern an diesem Samstag (14 Uhr, SWR, Magenta Sport, Liveblog auf rheinpfalz.de) Spitzenreiter 1. FC Magdeburg vor 10.000 zugelassenen Zuschauern (2G plus; Park-and-Ride-Busse fahren wieder) im damit pandemiebedingt schon ausverkauften Fritz-Walter-Stadion empfängt, dann kribbelt es noch mehr als sonst. Oder? „Ja, wir freuen uns alle auf das Spiel. Zweiter gegen Erster, so eine Konstellation find’ ich auch super“, sagt FCK-Trainer Marco Antwerpen, „da wollen die Jungs ja auch zeigen, dass sie die bessere Mannschaft sind.“
Raab, Kraus und Götze fit
Bei den Lauterern, die allerdings bei einem Spiel weniger zwölf Punkte hinter Magdeburg liegen, sind Torwart Matheo Raab und Innenverteidiger Kevin Kraus nach ihren Erkrankungen wieder fit. Auch Felix Götze, am Freitag 24 geworden, trainiert nach seinem Muskelfaserriss, der ihn drei Spiele ausfallen ließ, wieder mit der Mannschaft. Raab und Kraus, den René Klingenburg im Zentrum der Dreierabwehrkette hervorragend vertreten hat, werden wohl wieder in der Startelf stehen. Bei Götze ist das ebenso möglich wie die Jokerrolle.
Winkler und Hanslik fraglich, Senger verletzt
Fraglich ist, ob Verteidiger Alexander Winkler und Angreifer Daniel Hanslik mitwirken können. Beide Stammkräfte der Roten Teufel sind krank. Abwehrmann Marvin Senger fehlt ob einer Muskelquetschung.
In der Hinrunde gewann der FCM am 4. September in seiner schmucken, stimmungsvollen Arena vor 15.000 Zuschauern mit 1:0. Seither aber hat der FCK nur noch einmal verloren, gegen Würzburg am 31. Oktober. Eben gegen diese Kickers, mittlerweile Schlusslicht, übrigens unterlag am 18. September auch der FCM.
Erstaunliche Entwicklung
Bei den Magdeburgern, die vor einem Jahr ebenso wie die Roten Teufel noch im Ligakeller standen und sich wie die Lauterer prächtig entwickelt haben, überragen seit Monaten zwei Pfälzer und Ex-FCK-Spieler: der Frankenthaler Baris Atik (27) mit 13 Treffern und ebenfalls 13 Torvorlagen sowie der 22 Jahre alte Meckenheimer Jan Luca Schuler mit zehn Toren. Schuler ist allerdings zurzeit am Knie verletzt und muss auf dem „Betze“ zuschauen. Auch Linksverteidiger Leon Bell Bell (25), von 2011 bis 2015 bei den FCK-Junioren aktiv, ist bei Magdeburg zur Stammkraft avanciert.
Top-Defensive gegen beste Offensive
Die FCK-Abwehr hat in bisher 24 Saisonpartien nur 13 Gegentreffer hinnehmen müssen. Das ist ebenso einsame Spitze wie die in 25 Spielen erzielten 55 Tore der Magdeburger. Es ist auch ein Duell unterschiedlicher Arten, zum Erfolg zu kommen. „Magdeburg agiert sehr offensiv, will das Spiel bestimmen, sucht das Eins-gegen-eins“, sagt FCK-Trainer Antwerpen, „wir setzen unsere eigene Spielweise dagegen, kommen aus einer stabilen Defensive heraus.“ Für Spannung ist allemal gesorgt am „Betze“.
Gedenkminute und Trauerflor
Im Fritz-Walter-Stadion gibt es am Samstag eine Gedenkminute für die am Sonntag gestorbene Torwartlegende Ronnie Hellström und die beiden getöteten Polizisten. Der FCK spielt mit Trauerflor.
