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Kommentar zum FC Bayern: Ausgerechnet jetzt
Kaum reiften beim FC Bayern München nach dem fulminanten 3:0 in London Triple-Träumchen, da kam auch schon ein paar Stunden später die Ernüchterung. Robert Lewandowski, der derzeit beste Mittelstürmer der Welt, fällt wegen eines Anbruchs der Schienbeinkante am linken Kniegelenk rund vier Wochen aus. Diese Nachricht saß. Der Sieg beim FC Chelsea rückte kurz in den Hintergrund.
Bei dem Erfolg am Dienstag in der Champions League deuteten die Bayern an, durchaus ein Wörtchen mitsprechen zu wollen in dieser Spielzeit. Wobei, wohlgemerkt, auch die Siege von Borussia Dortmund und RB Leipzig beachtlich waren. Alle drei Klubs haben gute Chancen, ins Viertelfinale vorzustoßen. Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge war gar so euphorisiert von dem 3:0, dass ihm mit dem Geschenk für Hansi Flick beim Bankett ein kleiner Coup gelang. Ein edler Füllfederhalter war in der Box. Die Botschaft: Damit könne er seinen neuen Vertrag unterschreiben. Das war mal eine Ansage. Hansi Flick hat sich das verdient.
Kein echter „Backup“ für Lewandowski
Wenn die Bayern Glück haben, ist Lewandowski bis zum 4. April wieder fit, dann steht der Gipfel bei Borussia Dortmund an. Aber was tun bis dahin? Schon seit Jahren pokern die Bayern, denn bis auf das Intermezzo von Sandro Wagner hatte der Klub keinen „Backup“ für den unersetzbaren Polen.
Hansi Flick, der designierte Interimstrainer a. D., hat mehrere Möglichkeiten. Er kann Thomas Müller von der „10“ ins Zentrum befördern. Er kann Serge Gnabry weiter nach innen ziehen. Oder er kann Jungspund Joshua Zirkzee von Anfang an bringen und die Struktur belassen.