Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar: Viel Luft nach oben

Adler Phil Hungerecker (rechts vorne) kommt nicht durch.
Adler Phil Hungerecker (rechts vorne) kommt nicht durch. Foto: KUNZ

Die Adler Mannheim müssen sich steigern. Vor allem von den Neuzugängen kommt derzeit noch zu wenig.

Trainer Pavel Gross hatte schon vor der Saison immer wieder gewarnt – wir müssen die herausragende Vorsaison aus den Köpfen bekommen. Korrekt, und doch kann man sich nicht dagegen wehren, dass das Umfeld und vielleicht sogar die Spieler selbst immer wieder Vergleiche anstellen. Das mag nicht fair sein, denn so etwas wie vergangene Saison ist doch eher die Ausnahme im Sport, ist aber natürlich menschlich. Vor allem dann, wenn Lockerheit und Leichtigkeit fehlen, wenn Selbstverständliches nicht klappt, Pucks verspringen, Vorsprünge aus der Hand gegeben werden und für die Fans besonders wichtige Spiele wie gegen München oder Schwenningen hoch verloren gehen.

Nur Youngster Tim Stützle glänzt

Dieses Team kann aber immer noch Meister werden. In den Play-offs geht es wieder von vorne los, egal wie viele Punkte Vorsprung die Münchner dann haben sollten. Klar ist aber auch, dass sich die Adler steigern müssen. Vor allem von den Neuzugängen kommt zu wenig. Bei Borna Rendulic und Mixa Järvinen ist noch viel Luft nach oben, Björn Krupp merkt man an, dass er will, der Sprung aus der Wolfsburger Eishockeyprovinz nach Mannheim ist für ihn aber wohl größer als gedacht. Nur Youngster Tim Stützle hat die Erwartungen bisher übertroffen – und steht jetzt auf den Zetteln der NHL-Scouts.

Die Adler werden das anspruchsvolle und laufintensive Spiel von Pavel Gross annehmen und vor allem in der Defensive besser stehen müssen – dann wird dieses hochtalentierte Team den Fans noch viel Freude bereiten.

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