MEINUNG
Kommentar: Mann des Tages – Taktik des Unparteiischen geht auf
Nur ein bisschen Hektik, viel Kleinklein oder Hoch-Weit, Schmalhans als Meister in der Finessenküche, vor allem in Halbzeit eins: Das sechste Drittliga-Derby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern hielt sportlich nicht, was die Tabellenkonstellation verheißen hatte. Mit dem 0:0, dem identischen Resultat wie in der Hinrunde, können die Roten Teufel deutlich besser leben als die „Buwe“, die bei einem Spiel mehr weiterhin vier Zähler hinter dem Tabellenzweiten aus der Pfalz rangieren und gestern einen Sieg durchaus verdient gehabt hätten.
Der FCK agiert erstaunlich zurückhaltend
Der FCK trat erstaunlich zurückhaltend auf, weit weniger mutig als zuletzt gegen Branchenprimus Magdeburg. Das frühe Ausscheiden Felix Götzes und das nicht ganz so prächtige Funktionieren Kenny Redondos auf der Halbposition mögen dies befördert haben.
Kluger Schachzug des DFB
Dem Deutschen Fußball-Bund ist derweil ein kluger Schachzug gelungen. Es hätte hinsichtlich der Wahl des Pfeifenmannes keinen Besseren geben können als Deniz Aytekin. Der 43-Jährige bevorzugte eine sehr großzügige Linie. Ob seiner Reputation konnte er sich das erlauben. Dem Publikum blieben Wild-West-Szenen wie im Hinrundenduell erspart. Aytekin wurde so zur Figur des Tages.
