Fussball
Hoffenheim und Leverkusen treten auf der Stelle
„Defensiv waren wir extrem stabil. Wir haben fast nichts zugelassen. In der Summe: Defensiv richtig gut, offensiv müssen wir es zusammenkriegen“, meinte der neue Bayer-Trainer Hannes Wolf. „Wir haben jetzt vier aus zwei. Das ist komplett in Ordnung. Wir nehmen das so mit“, sagte der Coach, der Nachfolger des am Ende hilflosen Peter Bosz.
Bayer weit weg von Rang vier
In der Summe bedeutete das triste 0:0 ohne richtigen Torschuss am Montagabend aber auch: Bayer Leverkusen liegt nun neun Punkte hinter Eintracht Frankfurt, die Hessen zieren einen Champions-League-Rang. Es scheint aussichtslos, diesen Rückstand in den letzten sechs Spielen noch aufholen zu wollen. Hannes Wolf warb um Verständnis. „Wir kommen aus keiner Situation, wo Leverkusen immer 3:0 gewonnen hat und hierherfährt und eben mal gewinnt. Ich bin sehr angetan von der Energie der Spieler und der Disziplin“, betonte er. Um Platz vier zu erreichen, so Wolf, muss Bayer eine perfekte Serie spielen. Aber europäisch soll es schon sein. Wolf hatte am Montag schon den nächsten Gegner, den 1. FC Köln, im Hinterkopf. Sieben aus drei wäre vorzugsweise am Samstagabend seine aktualisierte Formel ...
Angespannte Lage
Die TSG Hoffenheim verweilt in einer angespannten Lage. Der 1. FSV Mainz 05 kommt mit Siebenmeilenstiefeln näher. Tabellenplatz 16 ist weiter nur fünf Punkte entfernt. Vom Blick in höhere Sphären träumt in Hoffenheim niemand mehr, nun geht es erst einmal darum, nicht weiter in Schwulitäten zu geraten. „Die Haltung war sehr aggressiv. Wir waren sehr geschlossen. Aus unserer Sicht war es wichtig, eine Reaktion insbesondere in Sachen Körpersprache zu zeigen", erläuterte TSG-Trainer Sebastian Hoeneß. „Das war wichtig, weil wir diese Haltung mindestens eineinhalb Spiele haben vermissen lassen. Ich habe eine leidenschaftlich kämpfende Mannschaft gesehen. Den Punkt nehmen wir mit, ohne in einen Freudentaumel überzugehen", erläuterte der 38-Jährige.
Genau, die Auftritte gegen den Mainz 05 und beim FC Augsburg waren grade am Anfang der Partien blutleer. „Wir sind zufrieden, dass wir hinten 0:0 gespielt haben“, sagte Flügelflitzer Pavel Kaderabek, und Stefan Posch, ebenso wie auf der Gegenseite Sven Bender ein guter Abwehrchef, kommentierte: „Natürlich war es kein Offensivfeuerwerk. Wir haben die Grundsätze auf den Platz gebracht. Kämpfen und laufen. Wir haben noch viel Luft nach oben, was das Spiel mit Ball betrifft.“
Das Programm bleibt anspruchsvoll, am Freitag geht es weiter bei RB Leipzig, danach kommt Borussia Mönchengladbach in die Sinsheimer Arena, bevor der SC Freiburg wartet.
Und als es hätte es noch eines Beweises bedurft: (Diese) Montagsspiele braucht kein Fan mehr!