Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Herzenssache für die kleinen und kranken Adler-Fans

Kinderkrankenschwester Karen Kutschbach und ihre kleinen Patienten, als sie noch live in der SAP-Arena dabei sein konnten.
Kinderkrankenschwester Karen Kutschbach und ihre kleinen Patienten, als sie noch live in der SAP-Arena dabei sein konnten.

Sie sind mit die kleinsten, die treuesten, aber auch die kränksten Fans der Adler Mannheim. Ausgerechnet ihnen hat die Corona-Pandemie viel Spaß, viel Trost, viel Ablenkung genommen. Doch auch wenn das stimmungsvolle Spiel der leuchtenden Herzen kurz vor Weihnachten ausfallen musste, der Eishockey-Titelfavorit denkt an die krebskranken Kinder von „Rosys Kids Corner“.

Dass das Spektakel mit ansonsten tausenden blinkenden roten Herzchen nun am Sonntag zumindest virtuell nachgeholt wird, findet Karen Kutschbach „ganz toll, ganz klasse“. Die onkologische Fachkinderkrankenschwester betreut das Projekt seit über 20 Jahren. Man findet sie normalerweise – immer im weißen Trikot des einstigen Fanlieblings Mike Rosati – bei jedem Heimspiel der Adler mit acht, neun Kindern aus der onkologischen Kinderstation des Mannheimer Universitätsklinikums im Unterrang der SAP-Arena. Dann fiebern die Kids mit ihren Idolen auf dem Eis, und beim Spiel der leuchtenden Herzen sind auch noch alle Familien dabei. „Das hat im Dezember so gefehlt“, sagt Karen Kutschbach seufzend.

Trotzdem: Dank „unzähliger Einzelspenden“, berichtet Adler-Geschäftsführer Matthias Binder, waren im Dezember 24.000 Euro an Spenden für „Rosy’s Kids Corner“ zusammengekommen. Er koordiniert auch die Aktion „Adler helfen Menschen“, von denen das Projekt seit Jahren profitiert. Dass die buchstäbliche „Herzenssache“ in irgendeiner Form nachgeholt wird, das hatte Binder schon im Dezember versprochen – und hält nun mit den Adlern Wort.

Die roten Herzen blinken zu Hause

Am Sonntag (14.30 Uhr) im Topspiel gegen die Eisbären Berlin sollen also Herzen blinken – nur eben nicht in der Arena, sondern zu Hause, wenn eine ganz spezielle Pre-Game-Show im Twitch- und YouTube-Kanal der Adler läuft. Dafür konnten Fans in den vergangenen Tagen am Eingang D auf dem Gelände der SAP-Arena in einer Art Drive-in per Auto die blinkenden Herzchen für zwei Euro (oder gern auch mehr) als Spende besorgen. Möglich ist dies auch noch am Samstag von 10 bis 14 Uhr und am Sonntag von 9 bis 11 Uhr. „Bemerkenswert, dass sich die Faninitiative bei Wind und Wetter da hinstellt und Herzen verkauft“, findet Karen Kutschbach.

Natürlich, sagt Kutschbach, selbst Mutter zweier Kinder, hat die Arbeit bei „Rosy’s Kids Corner“ unter Corona extrem gelitten. „Es hat tiefe Einschnitte hinterlassen“, sagt sie, „der soziale Kontakt ist unterbrochen“.

Mike Rosati ist immer informiert

Übrigens: Der Initiator und Namensgeber des Projekts ist aus der Ferne gedanklich immer noch dabei. Mit Mike Rosati (53), Torwart der Adler von 1996 bis 1998 sowie 1999 bis 2003, hat Kutschbach regelmäßig Kontakt. „Er ist immer informiert“, erzählt sie, über „Rosys Kids Corner“ und auch die Adler. Und das in bedeutender Position als Torwarttrainer des NHL-Teams Vegas Golden Knights. „Es begeistert ihn, dass es das Projekt noch gibt“, weiß Kutschbach.

www.rosyskidscorner.de

Immer stimmungsvoll: das Spiel der leuchtenden Herzen.
Immer stimmungsvoll: das Spiel der leuchtenden Herzen.
Initiator und Namensgeber: Ex-Adler-Torwart Mike Rosati.
Initiator und Namensgeber: Ex-Adler-Torwart Mike Rosati.
Ist selbst großer Adler-Fan: Fachkinderkrankenschwester Karen Kutschbach.
Ist selbst großer Adler-Fan: Fachkinderkrankenschwester Karen Kutschbach.
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