Sport handball: Göllheimer Wölfe heulen vielstimmiger

LUDWIGSHAFEN. Den Aufstieg schon gefeiert? „Tja, es geht um die Meisterschaft, oder, warten wir mal ab“, sagt Johannes Finck, der Trainer der HR Göllheim/Eisenberg, vor dem letzten Spieltag in der Handball-Verbandsliga.
Die Nordpfälzer Wölfe erwarten morgen den TV Edigheim (18 Uhr), der mit ihnen punktgleiche Spitzenreiter TV Ruchheim spielt beim TuS Heiligenstein (17.30 Uhr), der sich durch die 32:38-Niederlage in Kaiserslautern aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat. Aufgestiegen sind beide. In der vergangenen Saison waren beide aus der Pfalzliga abgestiegen. In Göllheim war es fraglich, ob es überhaupt weitergeht. Es ging weiter, mit Finck, der sich als Trainer auf individuelle Trainingsabende einließ, mit Spielern, die weit hinter Koblenz oder sonst wo zu tun zu haben und fast nur zu den Spielen kamen. „Die Mannschaft hat sich mehr oder weniger nur zu den Spielen getroffen“, erzählt Finck. Siebter Feldspieler, Unterzahl oder Überzahl zu trainieren, war nicht drin. Die Mannschaft hätte das gerade vor den Spitzenspielen gebraucht. Einmal war sie da: Der 25:19-Sieg Anfang März in Heiligenstein war der erste Sieg gegen die Mitbewerber. „Wir haben mannschaftlich von dem gelebt, was wir uns vorher erarbeitet hatten“, stellt Finck fest. Dazu kommen die spielerischen Fortschritte von Spieler, etwa von Kreisspieler Philipp Rogawski und Moritz Happersberger im linken Rückraum. Julian Schott tat der Mannschaft auf der Mitte-Position gut, nachdem er lange verletzt und im Ausland gewesen war. Happersberger (125), Schott (91) und Rogawski (70) werden als die Spieler mit den meisten Torerfolgen gelistet. Sie sind ähnlich erfolgreich wie Norbert Mielenz (116), Markus Maslowski (86) und Jan Reuther (69), die stärksten Schützen der Ruchheimer Mannschaft von Horst Senk, die nach dem 38:30 gegen die HSG Lingenfeld/Schwegenheim ausgelassen den Wiederaufstieg in die Pfalzliga feierte. In Göllheim wird sich was ändern. Der Name HR Göllheim/Eisenberg/ Leiningerland schwebt den Beteiligten nach dem Zusammenschluss mit der SG Asselheim/Kindenheim vor, es gibt Einwände von Verbandsseite. Torhüter Tim Rokita ist seit Donnerstag Nachfolger von Dieter Schott als Abteilungsleiter beim TuS Göllheim. Kristof Wachsmuth wird die Leitung der Spielgemeinschaft übernehmen. „Wie die Mannschaft aussehen wird, wird sich zeigen“, so Finck. |thc